Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

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Blackbeer
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Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Blackbeer » 07.03.2019, 13:52

Moin,
mein neuer ml-t 580 4x4 ist für Mai 2019 angekündigt ;-).
Bisher konnte ich ja die Dichtigkeit des Aufbaus bei meinem. Tramp. 614CL Bj 2012 mit meinem Feuchtemessgerät auch selber prüfen.
Da ja im Wohnraum die Außenwände auch Alu beschichtet sind wird das beim Neuen ja nicht mehr so möglich sein.

Jetzt frage ich mich, wie die Werkstätten die jährliche Dichtigkeitsprüfung durchführen. Dürfte sich ja nur noch auf eine reine Sichtprüfung beschränken oder gibt es da noch andere Möglichkeiten?
Danke für Infos
Andreas

Schneckenhäusl
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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Schneckenhäusl » 13.03.2019, 12:26

Hallo Blackbeer!
Meine letzten Dichtigkeitsprüfungen bei Carthago und Hymer:
- von außen und unten abgespritzt und nachgeschaut, ob irgendwo was reinrinnt - das war`s dann.
- nach einer Fahrt (100 km) durch Regen: Frage: Haben Sie etwas bemerkt? Nein. kurz nachgeschaut, Stempel, fertig (Dauer: 10 minuten)
- Einmal wurde mir der Stempel verweigert, da Feuchtigkeit in der Garage und ich einen kleinen Karosserierschaden vorne (!) nicht beim Händler reparieren habe lassen, obwohl sämtliche Ersatzteile über ihn bestellt wurden. Die Feuchtigkeit in der Garage war durch einen leicht undichten Wasserhahn der Außendusche verursacht. Nach Eigenreparatur war die Garage nachhaltig trocken.
Fazit:
Bräuchte ich den Stempel nicht für die Garantie, würde ich darauf verzichten und die Prüfung selbst mittels Feuchtigkeitsmesser durchführen, was ich inzwischen auch mache.
Viel Glück mit dem ML-T 580, wir sind damit sehr zufrieden.
Peter
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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von swa » 13.03.2019, 12:37

Ich habe dieses Messgerät, wenn ich meinen BMC 680 habe, werde ich versuchen, mit dem Gerät zu messen
https://www.novanex.nl/nl/caisson-nl/vi ... avans.html

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Sigi
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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Sigi » 13.03.2019, 12:40

Schneckenhäusl hat geschrieben:
13.03.2019, 12:26
...
Bräuchte ich den Stempel nicht für die Garantie, würde ich darauf verzichten und die Prüfung selbst mittels Feuchtigkeitsmesser durchführen, was ich inzwischen auch mache.
Viel Glück mit dem ML-T 580, wir sind damit sehr zufrieden.
Peter
So ist es. Die Feuchtigkeitskontrolle hat bei meinen drei Hymern nie etwas gefunden, obwohl einer eine gravierende Undichtigkeit im hinteren Radkasten hatte. Bemerken konnte man die aber nur während der Fahrt bei heftigem Regen.
Über 6 Jahre hatte ich damit zu tun mit vielen aufwändigen Reparaturen, die ich dank der Stempel nicht bezahlen musste.
Der ML-T ist bisher glücklicherweise dicht.
Gruß
Sigi

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Blackbeer » 13.03.2019, 14:20

Moin,
Vielen Dank für die Infos.
Dann kann ich ja mein GMI15 demnächst verkaufen und nach heftigen Regenschauern zur Kontrolle ins Womos krabbeln.
Hab meine 2 beginnenden Undichtigkeiten in der Vergangenheit auch immer selbst entdeckt obwohl die Dichtigkeitsprüfungen der Fachleute nie was gefunden haben.
Auf meinen 580 4x4 freu ich mich schon wie verrückt. Endlich genug Bodenfreiheit und Traktion für unsere Touren 😁 Mit dem 614CL mit dem flachrahmen und großen Überhang war das schon teilweise sehr grenzwertig.
Gruß
Andreas

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Hilli » 13.03.2019, 20:12

swa hat geschrieben:
13.03.2019, 12:37
Ich habe dieses Messgerät, wenn ich meinen BMC 680 habe, werde ich versuchen, mit dem Gerät zu messen
https://www.novanex.nl/nl/caisson-nl/vi ... avans.html
Versuchen kannst du es ja aber ich kann dir garantieren dass bei Alu PU Alu nur Werte
rauskommen wie bei einer komplett nassen Wand. Wenn du das Gerät noch nicht gekauft hast lass es
für so ein Womo ist es rausgeschmissenes Geld :-?

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von swa » 15.03.2019, 18:23

Das habe ich gekauft, als ich noch mein anderes Wohnmobile hatte
Ich habe mein wohnmobil immer damit überprüft

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von WolfRam » 16.03.2019, 11:32

Feuchtigkeitsmessungen und (Un)Dichtigkeit sind „zwei Paar Stiefel“.

Bei der heute üblichen Bauweise - und bei PUAL schon immer - werden Werkstoffe verwendet, die Feuchtigkeit nicht aufnehmen – und damit auch nicht „weiterleiten“. Bei Holz in den Wänden (Fachwerk-Bauweise) und im Boden (ohne Kunststoffversiegelung des Unterbodens) sieht es anders aus; aus dieser Zeit stammt auch das ganze Thema.

Wer einen ‚Verdacht‘ auf eine Undichtigkeit hat, muss mit dem Messgerät recht genau an der Stelle messen, die er „verdächtigt“, undicht zu sein. - Einzig bei Undichtigkeiten, die im Dachbereich ihre Ursache haben, könnte sich das Wasser in den Zwischenräumen der Sandwichkonstruktion – quasi von oben nach unten - verteilen, wenn fehlerhafte (partielle) Ablösungen zwischen den üblicherweise mind. 3 Sandwichschichten vorhanden sind. Feststellbar ist das aber meist nur an den Ecken und Nähten zwischen den Wänden bzw. Wand und Boden.

Die Ursache so mancher „Feuchtigkeit“ ist heute das Kondensat nicht hinterlüfteter Bereiche. Solche "verdächtigen Ecken" lassen sich mit dem „Messinstrument“ der eigenen Nase recht gut detektieren ...
Grüße aus dem Illertal
WolfRam

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Hilli » 16.03.2019, 13:37

WolfRam hat geschrieben:
16.03.2019, 11:32
Feuchtigkeitsmessungen und (Un)Dichtigkeit sind „zwei Paar Stiefel“.
Wer einen ‚Verdacht‘ auf eine Undichtigkeit hat, muss mit dem Messgerät recht genau an der Stelle messen, die er „verdächtigt“, undicht zu sein. - Einzig bei Undichtigkeiten, die im Dachbereich ihre Ursache haben, könnte sich das Wasser in den Zwischenräumen der Sandwichkonstruktion – quasi von oben nach unten - verteilen, wenn fehlerhafte (partielle) Ablösungen zwischen den üblicherweise mind. 3 Sandwichschichten vorhanden sind. Feststellbar ist das aber meist nur an den Ecken und Nähten zwischen den Wänden bzw. Wand und Boden.
Bei Alu Pu Alu kannst du auch nicht genau an der Stelle messen die verdächtig erscheint da das Gerät durch das Metall immer voll ausschlägt,
selbst an Ecken und Kanten wo eventuell ein kleiner Spalt ist kann es nicht funktionieren.

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Michael Sorgenfrey » 17.03.2019, 01:14

Hallo,

Hilli hat recht. Bei den neuen Fahrzeugen mit Alu/Pual/Alu ist derzeit nur eine Sichtprüfung möglich.

Da eine Undichtigkeit erst sehr spät entdeckt wird, ist der Schaden in den meisten Fällen enorm hoch. Ob das Fortschritt ist?

Gruß Michael
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WolfRam
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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von WolfRam » 17.03.2019, 10:11

Michael Sorgenfrey hat geschrieben:
17.03.2019, 01:14
Hallo,
Bei den neuen Fahrzeugen mit Alu/Pual/Alu ist derzeit nur eine Sichtprüfung möglich.
Da eine Undichtigkeit erst sehr spät entdeckt wird, ist der Schaden in den meisten Fällen enorm hoch. Ob das Fortschritt ist?
Hallo Michael,

der erste Satz Deiner von mir zitierten Aussage ist „nicht ganz“ richtig, denn es kommt auf das Messgerät (und die Messmethode) an. Richtig ist, dass es mit den bisher üblichen Messgeräten (Marke: Baumarkt oder Conrad) nicht mehr funktioniert, die ursprünglich für die Holzindustrie entwickelt wurden. – Im Prinzip wird bei diesen Geräten bekanntlich die elektr. Leitfähigkeit gemessen (und mit einem Vorgabewert verglichen). Das Messprinzip ist für metallische (= leitfähige) Stoffe verständlicherweise untauglich und für Materialien, die keine Feuchtigkeit aufnehmen / speichern, auch unsinnig.
In der Industrie werden elektronische Hygrometer (Coulometrischer Feuchtesensor) verwendet, die im Prinzip den Wasserdampf (in geringsten Spuren) messen können. Die Geräte sind für den Privatgebrauch (und vermutlich auch für das Handwerk) keine Alternative, weil a) zu teuer und b) die Messergebnisse abhängig vom „Händchen des Prüfers“ mehr oder weniger „variieren“ können; also nix fürs Hobby. (Mehr Infos dazu bietet das ‚www‘)
Ein Unternehmen wie Hymer sollte allerdings in seinem Materialprüflabor damit ausgestattet sein und auch umgehen können …

Und zum zweiten Satz des Zitates und der Frage, ob das Fortschritt ist, empfehle ich die "Methoden der Vergangenheit ...
Mein schon genannter Rat bleibt deshalb bestehen, nutzt die Nase evtl. die der Copilotin.
Und auch das könnte ein Tipp sein: ein trockenes Toilettenpapier in die „verdächtige Ecke“ gestopft und nach einiger Zeit wieder entnommen, kann Aufschluss geben. (Diese „probate Methode“ fand in grauer Vorzeit im Aluminium-Leichtbau bei unzugänglichen Sektionen Anwendung und nannte sich „Lackmustest“, wenn der Verdacht bestand, dass eine (genietete) Blechnaht nicht zuverlässig dicht sein könnte. Heute würde die QS in der Luftfahrtindustrie und im Waggonbau ‚selbstverständlich‘ mit einem elektronischen Hygrometer messen – aber solche Nähte werden inzwischen immer weniger und werden inzwischen gänzlich anders gefertigt und geprüft.)
Grüße aus dem Illertal
WolfRam

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Re: Dichtigkeitsprüfung bei Alu / pual/ Alu

Beitrag von Michael Sorgenfrey » 18.03.2019, 01:29

Hallo WolfRam,

ich gehe davon aus, das Hymer in seinem Labor das von dir beschriebenes Hygrometer vorrätig hält. Das Messgerät wird dort zur Grundausstattung gehören, auch wenn es unverschämt teuer ist.

Leider steht dem Händler für die Dichtigkeitsprüfung der "neuen" Wandaufbauten derzeit kein brauchbares Messgerät zur Verfügung. Somit wird noch weniger geprüft als früher. Es erfolgt nur eine oberflächliche Inaugenscheinnahme, wobei die Kosten bestimmt nicht angepasst (nach unten!) wurden.

Der geänderte Wandaufbau erfuhr von Hymer relativ spät seine Markteinführung. Da haben andere Hersteller schon ihre Erfahrungen sammeln dürfen und diese waren nicht immer für den Kunden vorteilhaft. Beim konventionellen Wandaufbau wird eine Undichtigkeit z. B. an einem Fenster recht früh entdeckt, da die Hartfaserplatte das Wasser aufnimmt und sichtbar aufquillt. Soweit eine Innenverkleidung aus Stoff vorhanden ist, verfärbt sich diese ebenfalls sichtbar. Außerdem ist die Undichtigkeit messtechnisch frühzeitig ohne Probleme nachweisbar. Beim neuen Wandaufbau läuft das Wasser am Alu innen runter bis zum Fußboden aus Holz. Bis der der Schaden dort sichtbar oder wie du richtig geschrieben hast ruchbar wird, sind viele Jahre vergangen und der Schaden ist meistens dann immens. Da die Dichtigkeitsgarantie dann mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelaufen ist, bleibt der Eigentümer auf dem Schaden sitzen. Daher sollte für die Hersteller bei einem Wandaufbau aus AL/PUAL/AL eine 10jährige Dichtigkeitsgarantie Standard sein.

Gruß Michael
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