EBL 30 Elektrikproblem

Das Reisemobil, nur Aufbau- und Grundausstattung – kein Zubehör (Also: hier kommt alles rund um DAS Reisemobil hinein, was den HYMER-Aufbau betrifft oder die Grundausstattung; Zubehör und alle Teile, die auch in anderen Marken eingesetzt werden bitte unten einstellen)
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Sigi
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Sigi » 31.12.2019, 20:13

Danke an alle!
Dann ist das ja offenbar ein von Hymer hausgemachter, sicherheitsmäßig nicht ganz unbedenklicher Fehler.

Ist ja mit Modell 2019 geändert und damit gelöst - die früheren Kunden sind schon, oder bald, aus der Gewährleistung und sollen sich mit dem Murks an ihre Werkstatt wenden.

Werde ich natürlich nicht tun, sondern umklemmen, wie hier gezeigt.

Danke nochmal allen und guten Rutsch! :-D :-D :-D

Gruß
Sigi

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Steinhaus
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Steinhaus » 01.01.2020, 13:25

Hallo und ein unfallfreies 2020 !
Zu dem Thema Leitungsquerschnitte etc. hier ein Foto des Kühlschrank-Steuergerätes meines B588. https://www.bilder-upload.eu/bild-6ce73 ... 1.jpg.html
Die Leitungsquerschnitte sind der Belastung (ca. 14 A) entsprechend ausgelegt , doch der Übergangswiderstand eines Steckverbinders war offensichtlich so gross, sodaß die Anschlussstelle total verschmort war. Mit viel Aufwand konnte ich das Steuergerät "retten".
Bemerkt habe ich es durch Zufall. Zum Anschliessen der AES Leitung musste ich den Deckel des Steuergerätes abnehmen und sah den Schaden. Ohne Reparatur wäre es -in nicht ferner Zukunft- womöglich zum Brand gekommen.
Grüße aus dem Norden.
Gerd
:-) CARPE DIEM :-)

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Sigi » 13.02.2020, 16:20

2Ventiler hat geschrieben:
30.12.2019, 20:35
...
Der Hintergrund hierzu ist, dass das Kabel vom Kühlschrank kommend bis zum Stecker 4 mm² ist, dann für ca. 15 cm auf 0,75 mm² verringert wird und ab dem Block 1 wieder 4 mm² ist.

Gruß Roger
Genau darauf habe ich den Hymer- Kundendienst, illustriert mit meinem oben stehenden Foto, hingewiesen und gefragt, warum man diesen lebensgefährlichen Konstruktionsfehler nicht durch einen Rückruf der betroffenen Fahrzeuge umgehend behoben hat bzw. was man diesbezüglich zu tun gedenkt.
Antwort von Hymer: "Aus der Ferne ist eine objektive Beurteilung nicht möglich. Daher bitten wir Sie, Kontakt mit Ihrem Vertragspartner..."
Also: Kein bekannter und als gefährlich eingestufter Konstruktionsfehler - und schon gar kein Gedanke an Rückruf oder ähnliches...

Ob es wohl Sinn macht, die Frage "Rückruf" mit entsprechender Illustration dem KBA zu stellen?

Gruß
Sigi

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von 2Ventiler » 13.02.2020, 17:42

Hallo Sigi,

Wenn Hymer diesen Sachverhalt nicht Beurteilen kann gibt es aus meiner Sicht nur einen Rückschluss:

Entweder hat Hymer keine Fachleute mehr zur Verfügung oder kein Interesse an einer Problemlösung bereits verkaufter Fahrzeuge.

Mich bestärkt dies in meiner Vorgehensweise, mach es gleich selber bevor du dich mit der Hymer-Logik ärgern must.

Die Servicehändler können ggf auch nichts machen wenn Hymer keine Anweisungen zur Problemlösung bereit stellt.

Gruß Roger

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von KudlWackerl » 13.02.2020, 18:04

2Ventiler hat geschrieben:
13.02.2020, 17:42
Hallo Sigi,

Wenn Hymer diesen Sachverhalt nicht Beurteilen kann gibt es aus meiner Sicht nur einen Rückschluss:

Entweder hat Hymer keine Fachleute mehr zur Verfügung oder kein Interesse an einer Problemlösung bereits verkaufter Fahrzeuge.

Mich bestärkt dies in meiner Vorgehensweise, mach es gleich selber bevor du dich mit der Hymer-Logik ärgern must.

Die Servicehändler können ggf auch nichts machen wenn Hymer keine Anweisungen zur Problemlösung bereit stellt.

Gruß Roger
Es trifft wohl beides zu. Nur angelernte Monteure und kein Interesse an Qualität.
Ergebnis der seit Jahren in die Betriebe einsickernden Schmalspur-Ingenieure (genannt Bachelor), möglichst aus dem Fach Betriebs-Wirtschaft.

Sorry, das musste mal gesagt werden.

Grüße, Alf
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von horst-lehner » 13.02.2020, 18:58

KudlWackerl hat geschrieben:
13.02.2020, 18:04
... Schmalspur-Ingenieure (genannt Bachelor), möglichst aus dem Fach Betriebs-Wirtschaft.

Sorry, das musste mal gesagt werden.
Ich bin ja auch so ein Schmalspuringenieur. Bei hieß das zwar noch Dipl.-Ing. (BA), wobei BA für Berufsakademie steht, was heute Duale Hochschule heißt. Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass ich ganzheitlicher denke und handele, als viele Ingenieure mit formal höherer Qualifikation. Also bitte keine solchen Pauschalurteile...

Grüße von Horst

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von 2Ventiler » 13.02.2020, 19:10

Mein Gott, Horst

Bei einer richtigen Elektrik Ausbildung hätte ein Lehrling im 2 Lehrjahr das Problem besser gelöst als Hymer es macht.

Das hat doch nichts mit deinem Studiengang zu tun. Es scheint doch wohl eher so zu sein das der Abfall bei dem Hersteller gelandet ist

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von KudlWackerl » 13.02.2020, 21:36

Hallo Horst, ich war unpräzise. Ich meinte die "Wirtschaftsingenieure" mit 2 Semestern Grundkurs Dreisatzrechnen, zwei Semester technische Mechanik und zwei Semester Betriebswirtschaft.

Also diejenigen, welche nach 6 Semestern das Ingenieurfeeling haben, aber weder das eine noch das andere wirklich können.

Du gehörst bestimmt nicht dazu. ;-)

Grüße, Alf

https://www.pfh.de/fernstudium/wirtscha ... kcQAvD_BwE
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Johann » 14.02.2020, 09:53

horst-lehner hat geschrieben:
13.02.2020, 18:58
Ich bin ja auch so ein Schmalspuringenieur. Bei hieß das zwar noch Dipl.-Ing. (BA), wobei BA für Berufsakademie steht, was heute Duale Hochschule heißt. Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass ich ganzheitlicher denke und handele, als viele Ingenieure mit formal höherer Qualifikation.
Im Gegensatz zu Dir soll es auch solche geben:
For sex Monat wuste ich noch nich wie man schreipt Inschenör, aber nun bin ich selbs einen
Einer meiner Mitarbeiter war BA-Ingenieur. Sehr interessiert, hat viel mit den Augen und Ohren gestohlen, ein sehr guter und qualifiziert denkender und arbeitender Mitarbeiter. In vielen Punkten besser als FH-Ingenieure. Bildung darf nie mit einer Ausbildung (Lehre, Meister, Studium) beendet sein. Man hat die Möglichkeit - und soll sie auch nutzen - stets den eigenen Wissenshorizont zu erweitern!
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von WolfRam » 14.02.2020, 11:27

Sigi hat geschrieben:
13.02.2020, 16:20
Ob es wohl Sinn macht, die Frage "Rückruf" mit entsprechender Illustration dem KBA zu stellen?
Hallo Sigi,

meines Wissens ist das KBA „nicht zuständig“, leider, weil das diskutierte Problem keine „Kfz.-technische Relevanz“ hat.

Im ‚Wohnaufbau‘ werden deshalb auch nur die Rückhaltesysteme – soweit als zugelassene Fahrzeugsitze eingetragenen - und die Gas-Versorgung geprüft. Dieser Sachverhalt erklärt m. E. auch, warum sich Hymer um diese (und ähnliche) Mängel mit eindeutigem Gefahrenpotenzial nicht kümmert; jedenfalls nicht so, wie dies erforderlich wäre. Der Verweis auf den Händler ist ebenfalls ein Indiz dafür, denn „Kfz.-relevante Mängel“ wären kein Händlerthema …

Auch wenn es „weh tut“, ich muss es erneut ansprechen: Es fehlt uns eine wirksame Lobby, die z.B. in einem solchen Fall mit eigenen Anzeigen in den Fachmagazinen (und hier im Forum) auf derartige Mängel aufmerksam macht, wenn ein Reisemobilbauer den Pfusch an seinen Produkten nicht behebt.
Sicherheits-Aufruf an Besitzer eines Reisemobils der Marke xyz, Typ 123“ könnte die Überschrift einer solchen Anzeigen lauten. Mit einem juristisch geprüften Text und mit einer klaren Information (mit Sachverstand), so bin ich überzeugt, würden derartige Aktionen / Anzeigen die Alarmglocken in Bad Waldsee läuten lassen. (Selbst die berühmten „Einzelfälle“ gravierender Mängel, die nicht behoben werden, ließen sich auf diese Weise „bewegen“.)
Grüße aus dem Illertal
WolfRam

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Sigi » 02.03.2020, 20:07

2Ventiler hat geschrieben:
31.12.2019, 13:42
Hallo Alf und Sigi,

Es handelt sich um die Minus Leitung des Kühlschrank.

Wenn du die Leitung, wie von mir und Alf beschrieben, verbindest hast du eine direkte Leitung vom Kühlschrank zum Minus der Starterbatterie.

Die Leitung über den EBL wird nur durchgeführt, hat im EBL keine weitere Funktion.

Hier mein Umbau!

Bild

Bild

Gruß Roger
Hallo Roger,
beim Herausnehmen des Minuskabels aus dem ominösen Zwischenstecker (um es direkt mit der Leitung zum Kühlschrank zu verbinden) habe ich herausgefunden, dass der Murks beim Pluskabel noch größer ist:
Dieses kommt ebenfalls als dickes Kabel (ich schätze 4 mm²), Farbe orange, von der Starterbatterie zu dem ominösen Zwischenstecker und wird hier gleichfalls mit deutlich geringerem Querschnitt (Farbe: rot) weitergeführt, aber nicht direkt zum EBL- Eingang (Stecker- Block 2), sondern es verschwindet im Kabelbündel des Zusatz- Ladegeräts, wo es als Ladeausgang für die Starterbatterie dient. Irgendwo in diesem Kabelbündel verzweigt sich dieses rote Kabel und kommt in Richtung Stecker- Block 2 als "Kühlschrank Starterbatterie PLUS" wieder heraus.

Der Pluspol der Starterbatterie ist also nicht direkt mit dem Stecker- Block 2 verbunden, sondern über eine Querschnittsverringerung im Zwischenstecker und dann den Umweg über das Zusatzladegerät und wieder zurück zum EBL.
Die Strecke der Querschnittsverringerung ist hier also noch größer als beim Minuskabel.
Bild
Hier gut zu sehen: aus dem dicken orangefarbigen Kabel wird ein dünneres rotes, das links im Kabelbündel des Zusatzladegeräts verschwindet; von dort kommt ein zweites rotes Kabel zurück zum Stecker- Block 2 "Kühlschrankversorgung". Auffallend ist, dass die beiden Ladekabel (blau und braun) des Zusatzladegeräts (max. 18 A Leistung) auf kürzerer Strecke einen deutlich größeren Querschnitt haben als die Zuführung zum Kühlschrank (rot - max. 20 A).

Neben dieser unfachmännischen Querschnittsverringerung verstößt Hymer nach meiner Ansicht auch gegen die EBL- Installationsanweisung: "Kühlschrankleitungen sind getrennt von weiteren Batteriezuleitungen zu den Batteriepolen zu führen."

Ich werde deshalb auch das dicke blaue Kabel am Stecker- Block 1 herausnehmen und, über eine 20 A- Sicherung, direkt am Ausgang des Boosters / Pluspol Aufbaubatterien anklemmen.

Die Hymer- Verkabelung "über Berg und Tal und von dick nach dünn" bleibt dann nur noch als Ladeleitung (Landstrom und Solar) für die Starterbatterie.

Gruß
Sigi

P.S.: Diese Leitungsverzweigung und Querschnittverringerung gibt es vermutlich nur in Fahrzeugen, die damals ab Werk das Zusatzladegerät hatten.
P.S.P.S. Die Lüsterklemmenverbindung des braunen Kabels ist natürlich nur eine Bastel- Zwischenlösung - bis ich morgen vom Conrad- Großeinkauf zurückkomme....

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von KudlWackerl » 02.03.2020, 20:17

Hallo Sigi,

Der Kühlschrank hat zwei +12 V Versorgungsleitungen. Einmal die Versorgung der Heizung, das dicke, im Kühlschrank heißt es HC (Hochstrom) und das dünne für die Versorgung der Elektronik. (LC) das Dünne ist nur mit 2 A abgesichert.

Anschluss Kühlschrank hier:

https://abload.de/img/dauersignaldxlj3j.png

Rechtes Blockschaltbild, Thedfort Kühli

Schau erst mal nach, welchen Draht du kritisierst.

Grüße, Alf
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von Sigi » 03.03.2020, 12:51

Lieber Alf,
was ich an der Hymer- Verkabelung "kritisiere", dachte ich eigentlich verständlich dargestellt zu haben.
Bild
Die oben stehende Skizze ist von Schaudt und zeigt das Blockschaltbild / Anschlussplan des EBL 30.
Wie dort zu lesen ist, soll die Zuleitung von der Starterbatterie zum Kühlschrank getrennt von anderen Batteriezuleitungen, d.h. also möglichst direkt erfolgen.

Hymer hat das aber nur teilweise getan, und vor allem sowohl in die Plus- als auch in die Minusleitung Kabelzwischenstücke mit deutlich reduziertem Querschnitt eingefügt (am Beispiel der Plusleitung "orange auf rot" in meinem Foto von gestern illustriert; bei der Minusleitung hatte das sogar zu einem Schmorschaden geführt, wie eingangs dieses Threads dokumentiert).

Worauf ich gestern noch einmal besonders hinweisen wollte, war die Tatsache, dass die Pluszuleitung, zusätzlich zur Querschnittsverringerung auch noch auf einem Umweg über den Zusatzlader geführt ist.

Selbstverständlich spreche ich hier von den HC- Zuleitungen des Kühlschranks, also dem Heiz- / Arbeitsstrom.

Gruß
Sigi

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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von KudlWackerl » 03.03.2020, 14:24

Sigi,

Alles gut. :-D

Ist bei meinem ML-T Bj 2019 ganz anders gelöst und dauerfest. Mein Kühlschrank läuft problemlos auch 18 Stunden am Stück über 12 Volt.

Bei Neuverkabelung vielleicht sogar ungeschnitten 6 mm2 Batterie zu Kühli verlegen und Halter für Flachsicherungen mit Schraubanschluss?
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Re: EBL 30 Elektrikproblem

Beitrag von 2Ventiler » 03.03.2020, 17:36

Moin Sigi,

Danke für die Info. Das werde ich mir auch erneut ansehen.

Hallo Alf,

Gibt es bei deinem Fahrzeug einen anderes Schaltbild vom EBL?

Gruß Roger

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