LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

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horst-lehner
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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von horst-lehner » 05.03.2017, 17:16

Hallo Ludo,

das kann man machen. Allerdings ist das BMS preiswert und leicht zu montieren: Es hat nur drei "dicke" und ein paar weitere "dünne" Kabel. Dafür bietet es ein bißchen mehr Sicherheit. Wenn das Rutschen der Hose einen erheblichen Schaden verursachen könnte, würde ich übrigens durchaus in Erwägung ziehen, Gürtel und Hosenträger zu tragen ...

Ohne Zellenbalancierung würde ich einen LiFePO4-Akku aber keinesfalls betreiben. Die ist bei meinem Projekt doppelt ausgeführt, weil die paar mA, die das BMS balancieren kann, mir viel zu wenig sind. Deshalb die zusätzlichen Balancer-Module...

Grüße von Horst

UweT
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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von UweT » 05.03.2017, 20:45

Hi Ludo, Edit by Admin - für einen guten Ton im Forum !!! :shock: ?

So wie ich seit Mai 2013 Sprinter fahre, habe ich auch seit Mai 2013 LiFeYPO4-Akkus als Starter- und als Aufbaubatterie. Edit by Admin - für einen guten Ton im Forum !!! :shock: .

Gruß Uwe

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Ludo » 06.03.2017, 11:56

Hey Uwe,
Edit by Admin - für einen guten Ton im Forum !!! :shock: ... ?

Ich war ja nie weg, schreibe aber grundsätzlich nur wenig.
Edit by Admin - für einen guten Ton im Forum !!! :shock:

Praktische Erfahrung ? Ich habe für einen grossen Deutschen Batteriehersteller drei LiOn-Fahrzeug-Akku Prüfstände gebaut und in China in Betrieb genommen. Die Prüfstände waren sowohl für die Forschung als auch für die Qualitätsüberwachung in der Serie geeignet, Grenzdaten des Prüfstands waren 600V / 600A Laden / Entladen mit vollständigem Datenlogging aller Betriebsparameter über CAN-Bus BMS-Interface.
Zuletzt geändert von Ludo am 06.03.2017, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
Tschüß

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Ludo » 06.03.2017, 11:59

horst-lehner hat geschrieben: Ohne Zellenbalancierung würde ich einen LiFePO4-Akku aber keinesfalls betreiben.
Die Balancer sind in den "fertig"-Akkus drin, sind 1:1 gegen Starter bzw. AGM's austauschbar.
Allerdings LifePo ohne Y, aber wer will schon unter 0 Grad laden :cool:

http://shop.i-tecc.de/lifepo4-akku-12v- ... ancer.html

Der Verkäufer hat aber auch LifeYPo im Programm, auch Akkus mit BMS

Anfangen werde ich wohl erst mal mit einer "Starter"-Batterie 12V 20Ah für meinen Smart, der Akku wird durch den extremen kurzstreckenverkehr stark belastet, ist ein schönes Testobjekt.
Tschüß

Ludo

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von PHoeNix » 06.03.2017, 21:32

Hallo Uwe und Ludo,
ich habe mir erlaubt, für den guten Ton im Forum zwei Beiträge - je einen von euch - zu editieren. :evil:
* wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten *

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Michael Sorgenfrey » 06.03.2017, 22:07

Hallo,

ich habe die Beiträge über den LifePO4-Akku mit Interesse gelesen.

Leider erschließen sich mir die Vorteile dieser m. E. sehr teuren Akkus noch nicht. Vielleicht bin ich ja auch nur etwas langsam im Verstehen.

Im vorherigen wie dem jetzigen Womo habe ich ausschließlich über Exide GEL-Batterien verfügen dürfen. Nach 10 Jahren Nutzungsdauer haben die Batterien noch fast 70 Prozent der anfänglichen Kapazität besessen. Allerdings bin ich mir bewusst, das eine Batterie nur ein Speicher darstellt und dementsprechend werden sie behandelt. Das Ladegerät darf nicht mehr als 15 Prozent der Kapazität "reinpumpen". Ebenso achte ich darauf, nicht mehr als 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Kapazität zu verbrauchen. In der kommenden Woche wird der Booster WAWA 121525 von Schaudt nachgerüstet. Mit seiner Leistung von 25 A ist er genau richtig für 3 Batterien a 80 A. Den derzeit von Hymer verbauten Booster mit 45 A halte ich selbst für 3 Batterien zu stark und nicht der Lebensdauer der Batterien für förderlich.

Wenn mir jetzt kurz jemand die Vorteile der LifePO4 Batterie erläutern könnte und mir auch erklären kann, was den hohen Preis rechtfertig, wäre ich dankbar.

Gruß Michael
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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Arminius » 07.03.2017, 08:22

Michael Sorgenfrey hat geschrieben:

Wenn mir jetzt kurz jemand die Vorteile der LifePO4 Batterie erläutern könnte und mir auch erklären kann, was den hohen Preis rechtfertig, wäre ich dankbar.
https://www.amumot.de/lipo-lithium-batterie-wohnmobil/

https://www.amumot.de/lithium-gegen-ble ... terschied/
Gruß Martin

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von UweT » 07.03.2017, 09:57

Hallo Michael,
die Antworten gibst Du Dir doch zum Teil schon selber.
Man braucht eine 100Ah-LiFeYPO4, oder ohne Y wie es beliebt, mit einem Gewicht von 13Kg um in einem Wohnmobil alles zu betreiben. Die richtige kräftige Ladetechnik vorrausgesetzt ist der Verbrauch der Nacht(Heizung) einschließlich Frühstück(Toaster, Kaffee) in 20 min wieder drin. Tagsüber hat man Solar vorrausgesetzt, eh keinen Verbrauch. Das kann kein Bleiakku, laden grundsätzlich nur bis 80% dann viel Zeit bis voll, und ich erinner mich noch sehr genau wie oft bei nur einem Bleiakku im Aufbau früh beim Frühstück zubereiten die Unterspannungsabschaltung kam(Heizung aus...) wenn der WR den Toaster als Last hatte. Abgesehen vom Peukert-Effekt, Du brauchst ja bei einem WR als Last mindestens 2 Bleibatterien parallel sonst sinkt die dem Akku entnehmbare Energie dramatisch, seine Lebensdauer auch.
Was den Preis anbetrifft, wir fahren Wohnmobile deren Preis ist eh nicht angemessen. Da kommt es auf den Akku auch nicht mehr an, abgesehen davon das der ja bei unserem Nutzungsverhalten theoretisch 100 Jahre hält, meiner bis jetzt praktisch fast 5 Jahre ohne das ich je wieder danach gesehen habe.
Bei meiner Wahl damals war allerdings ausschließlich das geringe Gewicht entscheidend. Andere kaufen für 1000 EUR Alu-Felgen, nur weil's besser aussieht.

Gruß Uwe

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von rollo1100 » 07.03.2017, 14:37

Hallo,

ich möchte zu der Diskussion auch mal meinen Beitrag dazugeben: In meinem Womo habe ich einen 100Ah Akku aus 4 einzelnen Winston Zellen installiert. Auf jeder Zelle habe ich einen Balancer zur Spannungsbegrenzung, aus reiner Vorsicht. Sie waren noch nie aktiv.
Ich messe in regelmäßigen Abständen die einzelnen Zellenspannungen, wobei sich die Abstände der Messung immer vergrößern , da einfach nicht notwendig. Der Spannungsunterschied beträgt 0,01V. Kein Kommafehler, in Worten, ein hunderstel Volt.
Auf eine Low Spannungssicherung habe ich bisher verzichtet, da ich mir einen Batteriecomputer eingebaut habe , und die Restladung dadurch kontrolliere. Bei uns ist der "Stromfresser" der Kompressorkühli und die Heizung. Vom Abend bis zur Ladung der Solarzellen verbrauchen wir so 30 - 40 Ah mit TV und LED Licht. Wenn keine Sonne ist, haben wir den Akku nach ca 0,5 bis 1 Std Fahrzeit wieder voll - ohne Booster . Die Verkabellung der Batterie ist unverändert .
Durch das eingesparte Gewicht , 40 kg, habe ich das Gewicht der Solaranlage mit der schweren SamySolar wieder ausgeglichen.

MfG

Benno

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Michael Sorgenfrey » 07.03.2017, 16:52

Hallo,

danke zunächst an Armenius und Uwe für die sehr hilfreichen Infos :-D :-D :-D .

Ich sehe es auch so, das bei einem WR mindestens 2, aber besser 3 Batterien vorhanden sein sollten. Dann funktioniert das Ganze erst vernünftig.

Für mich sehe ich aber weiterhin keine Vorteile mit Ausnahme des Gewichtes. Meine 3 Gelbatterien wiegen zusammen immerhin 81 kg, was ja nicht wenig ist. Da mein Womo aber eine zGM von 4.250 kg hat, spielt für mich das Gewicht eine sehr untergeordnete Rolle. Bei einem 3.500 kg Womo ist die Rechung natürlich eine ganz andere.

Werde aber weiterhin die Beiträge aufmerksam lesen, vielleicht denke ich ja in der Zukunft einmal anders.

Gruß Michael
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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von Ludo » 07.03.2017, 17:42

Hallo Michael,

wichtiger ist mir das schnellere Laden mit 100% statt 15-20% vom Nennstrom, die Gewichtsersparnis "nehm ich dann einfach mit".

Die volle Solar-Leistung nutze ich jetzt immer nur kurz aus, dann sinkt der Ladestrom des Bleiakkus, wenn die Sonne nicht durchgehend scheint habe ich schon verloren.

Vieleicht schaff ich es dann den Absorber-Kühlschrank mit 300Wp und 150Ah Li Akku betreiben zu können, dann reichen 22 Kilo Gas vermutlich für 3 Monate Urlaub :)
Tschüß

Ludo

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von KudlWackerl » 15.11.2018, 18:21

horst-lehner hat geschrieben:
05.03.2017, 17:16
...
bei meinem Projekt ...

Grüße von Horst
Hallo Horst,

Was ist eigentlich aus deinem LiFeYPo4-Projekt geworden? Immer noch Projekt oder schon umgesetzt? Gibt es dazu einen Erfahrungs-/Einbau-Bericht?

Grüße, Alf
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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von horst-lehner » 15.11.2018, 20:46

Ist noch nicht fertig -- ich habe zwar alle Teile liegen, aber zu viele andere Projekte.

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Re: LiFePO4-Akku als Wohnraumbatterie

Beitrag von KudlWackerl » 15.11.2018, 21:05

O.k. ich bin gespannt. Da kann ich dir nur raten, deine Schwerpunkte neu zu setzen. :lol:

Ist wirklich ein feines WoMo-Leben mit so einer LiFeYPo4.

Grüße, Alf
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