Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Sonderausstattungen, Ein- und Umbauten sowie alles, was noch ins Reisemobil rein geht
Teeyop
Beiträge: 247
Registriert: 26.11.2018, 17:31
Fahrzeug: ein Hymer, der nicht in der Liste ist
spezielles zum Fahrzeug: B SL 674

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von Teeyop » 10.02.2020, 16:39

13,8 Volt

independent
Beiträge: 46
Registriert: 21.12.2019, 20:18
Spritmonitor: 100000

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von independent » 10.02.2020, 17:25

Aha, und was sind die 13,8 Volt?

Benutzeravatar
horst-lehner
Beiträge: 1844
Registriert: 21.09.2005, 19:23
Fahrzeug: ML-T 540 auf MB, Modelljahr 2016 bis 2018
spezielles zum Fahrzeug: 163PS, 7G-TRONIC, VBSemiAir, Arktispaket (ALDE-Heizung etc.) – davor: C524GT('03), C51('90)
Spritmonitor: 725710
Wohnort: Raum Stuttgart
Kontaktdaten:

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von horst-lehner » 10.02.2020, 20:11

Ich geh Popcorn holen ... :mrgreen:

Benutzeravatar
KudlWackerl
Beiträge: 1605
Registriert: 15.08.2018, 12:55
Fahrzeug: ML-T 580 auf MB, Modelljahr 2015 bis 2019
spezielles zum Fahrzeug: BJ 2018/19 1one Edition, 380W Solar, 200 Ah LiFeYPo4 , ZLF, uvm.
Kontaktdaten:

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von KudlWackerl » 10.02.2020, 20:25

Ich finde, das artet jetzt in unnütze Diskussionen aus.

Jede LifePo4 oder LifeYPo4 die ich bisher gesehen habe ist prinzipiell 1:1 tauschbar, wenn sie die bei Bleibatterien üblichen Pole hat. :cool:

Was halt zu beachten ist, es gibt Fahrzeuge oder besser gesagt individuelle Fahrzeugausstattungen bei denen sich Anpassungen empfehlen.

Allgemeine Tipps kann man dazu nur hinsichtlich der Ladespannung geben, üblicherweise 14,2 bis 14,4 Volt für Balance für eine gewisse Zeit, dann nach 13, 4 bis ca. 13,8 Volt, je nach Zellentyp.

Aber bereits das ist vom Zellentyp abhängig.

Was mir aber bei meiner eigenen Anlage auffällt: es gab seit nunmehr 2 Jahren keine UVP oder OVP Abschaltung, es gibt kein Nachlassen der Leistung, ich brauche keine Kabeltrommel mehr, es gibt nichts zu beachten oder zu pflegen... Viel pflegeleichter als die Bleitechnologie.

Grüße, Alf
Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben. [ Oliver Hassenkamp - 1921 - 1988 ]

Don't mind your make-up, you'd better make your mind up --- Frank Zappa 1940 - 1993

independent
Beiträge: 46
Registriert: 21.12.2019, 20:18
Spritmonitor: 100000

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von independent » 11.02.2020, 00:36

Nein, Popcorn sind überhaupt nicht notwendig und ich denke, alles hat in gewisser Hinsicht seine Berechtigung und man kann sich alles ausdiskutieren.

Das, was mir aber echt gegen den Strich geht, sind oberkluge Behauptungen, die anderen angelesenes Halbwissen unterstellen. Basste hat schon ganz gut auf gewisse Problematiken hingewiesen.

Beides ist möglich, sowohl der 1:1-Tausch, als auch das notwendige Adaptieren der eigenen Verschaltungen, wobei ich die hier behaupteten 99 % des Nichtadaptierens für, sagen wir einmal, sehr ambitioniert halte.

Spannend finde ich jedenfalls bezüglich Halbwissens, dass da irgendetwas von einer Einstellung des Solarreglers mit 13,8 Volt Spannung behauptet wird, bei der man jetzt eigentlich nicht weiß, was damit gemeint ist. KudlWackerl beschreibt es ganz richtig, wir reden von einer Floatspannung zwischen 13,4 und 13,8 Volt je nach Akku-Typ, was aber bei den wenigsten Solarreglern einstellbar sein wird, außer, sie haben ein LI-Ladeprogramm, das zwischen den unterschiedlichen Akkutypen auf LiFePO4-Basis unterscheiden und man somit wählen kann, wie lange die Endspannung mit anschließender Floatspannung anliegt - besser wäre sogar die komplette Abschaltung des Ladegerätes, was aber jetzt nur meine Meinung darstellt. Wichtig wäre vielleicht noch, wie lange die Endspannung fürs Topbalancing anliegt, weil das ja nicht ganz unwesentlich für die Belastung der Balancer ist, die man auch nicht alle 14 Tage tauschen will (ich weiß, überspitzt, aber doch als Argument).

Und nein, hier widerspreche ich, die Pole alleine reichen nicht für einen 1:1-Tausch, das weißt speziell du, KudlWackerl, selbst ganz genau (aber wahrscheinlich bin ich jetzt nur auf deine berüchtigte Ironie hereingefallen). Es kommt auf doch einige Komponenten mehr an, die ich hier jetzt nicht wirklich einzeln aufzählen will.

Ja, bei funktionierenden Anlagen wird es so bald auch keine Abschaltung, in welchem Bereich auch immer, geben, trotzdem kommt es immer wieder dazu, weil eben der eine oder andere Punkt der Konfiguration jetzt nicht passt, EBL überfordert, Leitungen zu dünn - zu dick, Betrieb des Absorbers auf 12 Volt während der Fahrt, Fahrzeuggenerator liefert aufgrund der Umweltklasse nicht, was auch immer...…..

Darum, es kann natürlich funktionieren, trotzdem wäre es - nach meiner Meinung - besser, die Konfiguration von einem tatsächlich Wissenden überprüfen zu lassen, um nicht nachher irgendwo im Baltikum stromhungrig stehen zu müssen. Das ist aber letztlich die Entscheidung jedes Li-Nutzers.

Benutzeravatar
KudlWackerl
Beiträge: 1605
Registriert: 15.08.2018, 12:55
Fahrzeug: ML-T 580 auf MB, Modelljahr 2015 bis 2019
spezielles zum Fahrzeug: BJ 2018/19 1one Edition, 380W Solar, 200 Ah LiFeYPo4 , ZLF, uvm.
Kontaktdaten:

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von KudlWackerl » 11.02.2020, 06:52

independent hat geschrieben:
11.02.2020, 00:36
Nein, Popcorn sind überhaupt nicht notwendig...

Und nein, hier widerspreche ich, die Pole alleine reichen nicht für einen 1:1-Tausch, das weißt speziell du, KudlWackerl, selbst ganz genau (aber wahrscheinlich bin ich jetzt nur auf deine berüchtigte Ironie hereingefallen).
:mrgreen:
Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben. [ Oliver Hassenkamp - 1921 - 1988 ]

Don't mind your make-up, you'd better make your mind up --- Frank Zappa 1940 - 1993

Benutzeravatar
basste315
Beiträge: 308
Registriert: 27.01.2012, 15:53
Fahrzeug: B-SL 514 auf Fiat, Modelljahr 2007 bis 2012
spezielles zum Fahrzeug: BJ 2007 Gold Edition - Goldschmitt Felgen + Spurverbreiterung

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von basste315 » 11.02.2020, 16:09

Teeyop hat geschrieben:
10.02.2020, 14:04
Fundiertes Halbwissen ablesen und dann Panik verteilen ? Wer verbreitet so eine Soße ?
"Fundiertes Halbwissen" ?? Im Grunde schreibe ich nichts anderes als Du selbst in Deinem vorstehenden Beitrag, und ich hoffe ich habe fundiertes WISSEN abgelesen:
Teeyop hat geschrieben:
08.02.2020, 20:45
Hallo, zuerst musst du für dich entscheiden ..........Roburakku anschauen ..... Einen Booster braucht es bei der Fiat-Lima nicht wirklich, aber zum Schutz vor zu kleinen Kabelquerschnitten und dem Relais ist es kein Fehler sich den kleinen Booster zu gönnen. Solarregler sollte einstellbar sein ..... damit die Akkus nicht immer am oberen Rand pendeln....
Wenn die vorhandenen Rahmenbedingungen zufällig stimmen und dies von einem Fachmann geprüft ist, kann ein 1:1 Tausch möglich sein, und genau den strebe ich an, aber ich verbreite keine Panik und keine Unfreundlichkeiten. Cool bleiben .....

Helmut
Grüße vom Traunsee -
basste315

weissfranz
Beiträge: 106
Registriert: 13.02.2012, 21:20
Fahrzeug: Exsis-i 644 auf Fiat, Modelljahr 2013 bis 2014, 2016
spezielles zum Fahrzeug: Automatik

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von weissfranz » 14.02.2020, 15:03

Telefonat mit der Generalvertretung von Liontron Österreich (sehr nette und kompetente Beratung): Die 100er reicht auch für WR und Nespresso, die 150er wäre natürlich besser. Ein Ladebooster ist nur für Euro 6 Motoren nötig. Schalter zum abschalten der Ladung (um nicht ständig 100% voll zu laden) sind nicht nötig, weil zB die 150er Batterie eigentlich 160 Ah Kapazität hat aber automatisch bei 150 Ah die Ladung abriegelt (ausserdem bei unter 0°C). Wichtig ist, dass eine Ladequelle (bei mir Solar) auf Li Akku einstellbar ist (wegen Balancing). Also bei meinem Motor Euro 5: Blei raus und Liontron 150 rein !
Danke für die zahlreichen Beiträge !
Franz

independent
Beiträge: 46
Registriert: 21.12.2019, 20:18
Spritmonitor: 100000

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von independent » 14.02.2020, 22:17

Ich gratuliere Liontron zur erfolgreichen Ferndiagnose und dir natürlich, dass du ein offenbar richtig und perfekt konfiguriertes Fahrzeug für einen 1:1-Tausch hast.

Benutzeravatar
johnny48
Beiträge: 210
Registriert: 30.05.2010, 16:18
Fahrzeug: Tramp CL 578 auf Fiat, Modelljahr 2013 bis 2016
spezielles zum Fahrzeug: DUC 150
Spritmonitor: 429456

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von johnny48 » 15.02.2020, 12:22

Ich liebe dieses Forum wegen seiner überwiegenden Fach- und Sachlichkeit in fast allen Bereichen unseres gemeinsamen schönen Hobbys. Ich gehe mal davon aus, dass jedes Mitglied über fundierte Fachkenntnisse in irgendwelchen Lebensbereichen verfügt. Wird jedoch eine Thematik aufgerufen, die bei jemandem explizit diese Fachkenntnisse nicht abdeckt, so kann er sicherlich durchaus dazu etwas beitragen. Ich bezeichne das als Allgemeinwissen.

Dies jedoch als Halbwissen zu diffamieren ist weder höflich noch zielführend. Darüberhinaus dann auch noch schulmeisterhaft eigenes Fachwissen häppchenweise und dezidiert ironisch einzusetzen möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren.

Mich und sicherlich einige weitere anonyme Mitleser hätte als Laien eine zielführende Behandlung, bzw. abschließende Bewertung dieser Thematik interessiert. Was bleibt, ist Verunsicherung, nachdem selbst die Auskunft einer Fachfirma mit Ironie belegt wird. Schade :cry:
Lieben Gruß
von johnny48

weissfranz
Beiträge: 106
Registriert: 13.02.2012, 21:20
Fahrzeug: Exsis-i 644 auf Fiat, Modelljahr 2013 bis 2014, 2016
spezielles zum Fahrzeug: Automatik

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von weissfranz » 15.02.2020, 14:16

johnny48 hat geschrieben:
15.02.2020, 12:22
Ich liebe dieses Forum wegen seiner überwiegenden Fach- und Sachlichkeit in fast allen Bereichen unseres gemeinsamen schönen Hobbys. Ich gehe mal davon aus, dass jedes Mitglied über fundierte Fachkenntnisse in irgendwelchen Lebensbereichen verfügt. Wird jedoch eine Thematik aufgerufen, die bei jemandem explizit diese Fachkenntnisse nicht abdeckt, so kann er sicherlich durchaus dazu etwas beitragen. Ich bezeichne das als Allgemeinwissen.

Dies jedoch als Halbwissen zu diffamieren ist weder höflich noch zielführend. Darüberhinaus dann auch noch schulmeisterhaft eigenes Fachwissen häppchenweise und dezidiert ironisch einzusetzen möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren.

Mich und sicherlich einige weitere anonyme Mitleser hätte als Laien eine zielführende Behandlung, bzw. abschließende Bewertung dieser Thematik interessiert. Was bleibt, ist Verunsicherung, nachdem selbst die Auskunft einer Fachfirma mit Ironie belegt wird. Schade :cry:
Danke ! Sehe das genauso ! Seit 5 Jahren lese ich alles über Lithium Batterien. War mir am Anfang zu kompliziert und nur etwas für Elektronik Spezialisten. Jetzt da ausgereifte Fertig Batterien am Markt sind und die Preise erschwinglich sind werde ich tauschen. Auch der Informationsdschungel lichtet sich für mich. Sehr viele haben einfach Blei gegen Lithium getauscht und sind seit Jahren höchst zufrieden. Natürlich weiß ich als oftmaliger Selbstausbauer über nötige Kabelquerschnitte oder fließende Ströme ( Batterie Computer ), Temperatur Problematiken Bescheid. Was das verbaute Batterie Management System macht, da vertraue ich den Aussagen der Firma Liontron (die sich auch traut 5 Jahre Garantie zu geben) und nicht irgendwelchen Pseudo Fachleuten, welche sich zahlreich in den Foren tummeln und nur zur Verunsicherung beitragen. Noch dazu haben viele gar keine praktischen Erfahrungen mit der Lithium Batterie. Es ist sehr schwer die wirklichen Fachleute zu erkennen für deren Wissen sehr dankbar bin !

Mich erinnert das alles sehr an die Diskussionen über zB. Gastank Flaschen (habe ich seit 5 Jahren) sind verantwortungslos, 3,5 t sind nicht möglich oder lügt (wir sind Österreicher , haben einen VI unter 3,5t und würden schon oft gewogen), Solar ist Blödsinn ( ist zwar schon länger her, da wir fast nur Frei stehen sind wir Dank Solar außer im Winter von Landstrom unabhängig) und, und, und...... Habe es mir eigentlich schon angewöhnt mich an solchen Fachdiskussionen zu beteiligen !

Einigen Vielschreibern und "Fachleuten für Alles" täte mehr Zurückhaltung und Selbstreflexion ( habe ich zu diesem Thema wirklich was zu sagen ?) gut.

Liebe Grüße Franz

Benutzeravatar
KudlWackerl
Beiträge: 1605
Registriert: 15.08.2018, 12:55
Fahrzeug: ML-T 580 auf MB, Modelljahr 2015 bis 2019
spezielles zum Fahrzeug: BJ 2018/19 1one Edition, 380W Solar, 200 Ah LiFeYPo4 , ZLF, uvm.
Kontaktdaten:

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von KudlWackerl » 15.02.2020, 14:56

johnny48 hat geschrieben:
15.02.2020, 12:22
Ich liebe dieses Forum wegen seiner überwiegenden Fach- und Sachlichkeit...

Mich und sicherlich einige weitere anonyme Mitleser hätte als Laien eine zielführende Behandlung, bzw. abschließende Bewertung dieser Thematik interessiert. Was bleibt, ist Verunsicherung, nachdem selbst die Auskunft einer Fachfirma mit Ironie belegt wird. Schade :cry:
Hallo Johnny, (und Franz)

Meine persönliche Meinung dazu: Es kann keine abschließende Bewertung dieser Frage geben, weil das Umfeld des jeweiligen Wohnmobil zu stark in die Machbarkeit eines 1:1 Tausch von Bleiakku gegen LifeYPo4 oder ähnlich hineinspielt.

Natürlich liest man das nicht gerne, noch weniger gerne gibt mancher Fragende die für eine qualifizierte Antwort nötigen Informationen.

Ich habe an meinem alten Rapido nahezu die gesamte Elektrik ertüchtigt, am Schluss hatte der einen 45 A Booster, ein 30 A Netzladegerät, 400 Watt Solar, 200 Ah Winston Selbstbau-Batterie, 1 kW Wechselrichter. Dieser Prozess war selbst bei einem "Fachmann" wie mir (von Innung und Hochschule bestätigt :mrgreen: ) ein Prozess welcher mit Irrungen und Wirrungen ablief. Viele Dinge würde ich heute anders machen.

Jetzt im Hymer ist mein System zu 90% perfekt, die 10 % Optimierungsmöglichkeit bin ich zu faul zur Zeit anzugehen.

Was ich aber zu den Aussagen der kommerziellen Anbieter als Meinung habe: Alle, Alle versuchen dem potentiellen Kunden das eigene Konzept schön zu reden und Nachteile zu verschwiegen bzw. sogar zu leugnen. Ob der Kunde nach 6, 10 oder 20 Jahren den Akku wegwirft, ist aus Sicht des Verkäufers egal.

So mancher Kommentar hier (noch viel schlimmer in anderem Wohnmobil-Forum) gefällt mir auch nicht. Hier zu fordern, dass die erfahrenen Foristen immer zu 100% erschöpfend antworten ist allerdings vermessen! Statt rumzukritteln, bringt lieber selbst einen Beitrag für die Gemeinde und berichtet über eure Ideen und Erfahrungen. Mir fällt dazu der Satz von Kennedy ein: Frag nicht, was dein Land für dich tut, frag was du für dein Land tun kannst.

;-)

Grüße, Alf
Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben. [ Oliver Hassenkamp - 1921 - 1988 ]

Don't mind your make-up, you'd better make your mind up --- Frank Zappa 1940 - 1993

independent
Beiträge: 46
Registriert: 21.12.2019, 20:18
Spritmonitor: 100000

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von independent » 16.02.2020, 12:33

johnny48 hat geschrieben:
15.02.2020, 12:22

Dies jedoch als Halbwissen zu diffamieren ist weder höflich noch zielführend. Darüberhinaus dann auch noch schulmeisterhaft eigenes Fachwissen häppchenweise und dezidiert ironisch einzusetzen möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren.

Mich und sicherlich einige weitere anonyme Mitleser hätte als Laien eine zielführende Behandlung, bzw. abschließende Bewertung dieser Thematik interessiert. Was bleibt, ist Verunsicherung, nachdem selbst die Auskunft einer Fachfirma mit Ironie belegt wird. Schade :cry:
Warum wird eine tel. Auskunft mit Ironie belegt? Weil zum Beispiel keine Information seitens weissfranz vorliegt, wie die Fachfirma die tatsächlich fließenden Ströme per Telefon festgestellt hat, oder die Verschaltung. Es wird immer so getan, als gäbe es überhaupt keine Hindernisse und oft kommt der Rat: „Mach mal, alles kein Problem!“. Ich persönlich halte es für unseriös, dass per Telefon Freigaben von Verkaufsfirmen gegeben werden, ohne die Spezifikationen des jeweiligen Fahrzeuges tatsächlich zu kennen. Und wenn die Firma diese Spezifikationen gekannt hat, dann kamen von weissfranz zu wenig Informationen hier im Forum.

Ich kann nur wiederholen: Natürlich ist ein 1:1-Tausch möglich, nur sollte man sich dessen bewusst sein, dass überprüft werden sollte, ob die Spezifikationen des betreffenden Fahrzeuges auch dafür geeignet sind. Jedes Fahrzeug hat doch seine Eigenheiten und es ist nach MEINEM Dafürhalten doch etwas fahrlässig, generell davon zu schreiben, 99 % der Fahrzeuge wären für einen derartigen Tausch geeignet.

Noch etwas, ja, ich habe Erfahrungen mit LiFePO4 und ja, ich nutze diese Technik auch seit gut 4 Jahren, wobei es während dieses Zeitraumes auch zu kleinen Adaptierungen kam, weil sich doch das Eine oder Andere als notwenig erwiesen hat. Ich habe aber keinen 1:1-Tausch gemacht.

Teeyop
Beiträge: 247
Registriert: 26.11.2018, 17:31
Fahrzeug: ein Hymer, der nicht in der Liste ist
spezielles zum Fahrzeug: B SL 674

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von Teeyop » 16.02.2020, 13:33

zu deiner Fachlichkeitsproblematik.....die ist schlicht herbeigelabbert. Für alle in der Freizeitbranche war die Lithiumtechnik Neuland. Nicht die Fachleute der Hersteller, sondern Private haben weder Arbeit noch Kosten gescheut und mit Learning bei Doing Ihre Projekte zB.mit 48 Volt Rennern und im Womobereich umgesetzt. Seit 8 Jahren rüstete ich als Laie allerhand Fahrzeuge und Spielzeuge um, niemals gab es beim oder nach dem Tausch Zunder oder gefährliche Situationen. Wenn Leitungen oder Relais zur Lima abbrennen, dann waren diese auch für die vorher verbaute Bleitechnik ebenso ungeeignet und schlicht Pfusch. Selbst die vorhanden Ladequellen sind für die Lithiumakkus sofern ein BMS verbaut ist, völlig egal. Risiken für das Fahrzeug selbst, liegen beim 1-1 Tausch somit nicht vor !
Diese liegen eher im Bereich der Haltbarkeit der teuer gekauften Akkus, unnötige Zyklierung durch Solaranlagen oder Ladegeräte, Kälteproblematik je nach Akkutyp und Einbauort usw....

Gruss Tee

Benutzeravatar
Sigi
Beiträge: 2172
Registriert: 14.10.2005, 19:22
Fahrzeug: ML-T 580 auf MB, Modelljahr 2015 bis 2019
spezielles zum Fahrzeug: ML-T 580 4x4 Modell 2017
Wohnort: Nürnberg

Re: Blei gegen Lithium möglichst einfach tauschen ?

Beitrag von Sigi » 16.02.2020, 15:17

Hallo Tee,
auch mir hat der Hersteller der LIONTRON Batterien (bzw. ein Mensch aus der technischen Leitung) versichert, dass ich deren Batterie einfach nur 1:1 austauschen müsse und "mit jedem seit dem 1. Weltkrieg gebauten Ladegerät" laden könne - letzteres hat er dann natürlich etwas eingeschränkt auf die derzeit serienmäßig z.B. bei Hymer eingebauten Geräte.
Sobald meine Serienbatterien den Geist aufgeben, werde ich tauschen.

Ein Hinweis von Dir macht mich allerdings nachdenklich: Du sprichst von "unnötiger Zyklierung durch Solaranlagen oder Ladegeräte", und da könnte ja wirklich ein Fallstrick lauern, weil die in Serienkonfiguration natürlich jeden Sonnenstrahl nutzen, um sofort wieder vollzuladen bzw. der Booster, der nach dem Anlassen sofort ans Werk geht.
Wie hast Du das bei Deiner Anlage vermieden / umgebaut?

Gruß
Sigi

Antworten
HME Reisemobil-Forum : Disclaimer/Impressum/Datenschutz