Dachhaube B524 neu eindichten

Erfahrungen und Lösungen von Reisemobilisten für eben solche
allhie
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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von allhie » 16.04.2018, 18:32

Hallo Horst,

Nein, der Orginalausschnitt ist zu klein. War aber mit der Stichsäge (Metallblatt) keine große Aktion. Der neue Ausschnitt ist etwa so groß, wie die alte Hymer-Orgänal Kunststoffhaube. Die liegt aber ja einige Zentimeter auf jeder Seite (nutzlos) auf dem Dach auf.

Bild

Vorher

Bild

Ecke

Bild

Nachher

Der leicht größere Ausschnitt und die hellere Scheibe mit der Möglichkeit, sie groß zu öffnen hat aber nur Vorteile. Bin immer noch froh, dass ich nicht nur (wie ursprünglich geplant) die angerissene Haube getauscht habe.


LG Allhie

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horst-lehner
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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von horst-lehner » 16.04.2018, 22:47

Hallo,

Ich habe deshalb gefragt, weil um den Original-Ausschnitt ja Holzleisten im Dach eingearbeitet sind. Wenn man den Ausschnitt erheblich vergrößert, ist da nur noch der PU-Schaum, nehme ich an. Wenn dem so ist: Hast Du da neue Holzleisten angebracht? Evtl. gar (wie die originalen) zwischen Außenblech und Innensperrholz?

Wenn Du schreibst "nur Vorteile" kann ich das fast uneingeschränkt nachvollziehen. Nur das Mehrgewicht könnte bei Mobilen mit ausgereizter Zuladung evtl. ein kleiner Nachteil sein.

Grüße von Horst

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von allhie » 17.04.2018, 06:35

Hallo Horst,

Holzleisten zur Verstärkung wollte ich einlegen. Hatte ich auch schon mal in meinem Vorgängermodell (Camp 57) gemacht. War bei meinem jetzigen Fahrzeug aber nicht notwendig. Der alte Ausschnitt hatte keine Verstärkung und der vergrößerte Ausschnitt hat die bestehenden Holzverstrebungen nicht verändert.

Das Gewicht ist sogar positiv verändert worden. Das Heki 3 besteht nur aus Konststoff (Verstrebt und verstärkt) Das Orginal hat einen Alu-Rahmen und eine Hebemechanik aus Stahl. gewogen habe ich zwar nicht, das Homer-Orginal ist aber sicher schwerer.

LG Allhie

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von horst-lehner » 17.04.2018, 07:43

Hallo,

Deine Gewichtsschätzung ist interessant. Ich meine mich zu erinnern, dass ich irgendwann mal bei Hymer in der Sonderausstattungliste ein HeKi 3 gesehen hätte mit erheblichem Mehrgewicht. Finde ich aber grad nicht mehr.

Daher bin ich mal anders ran gegegangen. Das HeKi 3 plus wiegt laut Dometic-Website 15,3kg. Ein zusätzlicher Hymer-Dachlüfter bringt laut Hymer ein Mehrgewicht von 12kg. Der Unterschied ist also minimal. Dabei ist der Dachausschnitt noch nicht mal berücksichtigt, der die Differenz von gut 3kg nochmals verringert.

Grüße von Horst

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Riegep » 17.05.2018, 09:36

Hallo, ich habe jetzt Dekaseal 8936 Waschbenzin, Schrauben A2 und andere Kleinigkeiten besorgt um am Wochenende die Dachhaube neu einzudichten. Bei der Demontage der Teile im Womo ist mir aufgefallen dass im Kunststoffrahmen unter der Kurbelwelle ein Wasserfleck war. Offenbar tropfte es auch oder ausschließlich hier durch. Hat jemand Erfahrung mit dem Aufbau und der Abdichtung dieser Welle? Eventuell O-Ring oder ähnliches. Gibt es vielleicht Ersatzteilnummern?
Trotz intensiver Suche habe ich keine Info gefunden. Für Eure Hilfe schon hier ein Dankeschön. Peter

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Colorado » 17.05.2018, 18:18

Hi,
mit dieser Deiner exakten Fragestellung hast Du voll ins Schwarze getroffen - und ich wüßte die Antwort darauf auch gerne (und Du bist meineserachtens hier bisher der Erste, der diesen sehr wunden Hymer-Dachhauben-Punkt überhaupt erkannt/ bzw zumindest erwähnt hat/da nach Abhilfe strebt ). Denn die ist an dem Punkt in der Tat notwendig (Dein festgestellter Wasserfleck).

Wie eben bei mir auch. Da ich die Antwort darauf wie gesagt auch nicht kenne, habe ich erfolgreich eine andere quasi Notlösung gefunden, die dort recht zuverlässig auch bei Exttremregen bei zugleich extrem-seitlichen-Winden den ansonsten unweigerlichen Wassereintritt an der vertikalen Getriebewelle der Hauben-Anhebung/Senkung verhindert. (Bei mir war auch dort Feuchte und zuletzt hat es dort sogar aus der vertikalen Kurbelwell zentral raus ganz gering aber immerhin "getropft" während längerem Urlaub im Ausland plötzlich)

Was habe ich daraufhin unterwegs zur Abdichtung (der vertikalen Kurbelwelle durchs Dach) gemacht ? Wie soll ich das beschreiben? Ich versuchs mal wiefolgt:

Nun, zunächst die IST-Erfassung dort: auf der linken (von Fahrtrichtung aus gesehen) Dachhaubenseite verläuft oben "auf dem Dach" eingedichtet und verschraubt parallel zum Haubenausschnitt/Dacheinfassung an DER Seite eine L-Schiene, deren aufstehender Schenkel von dem Haubenausschnitt her gesehen aussen/Richtung/Nähe linker Seitenwand liegt. Zum einen. Zum anderen ist das Heb-und Senkgetriebe in Haubenmitte auf dieser Schiene positioniert und mit einem Abstand von ca je 3 cm vorne (in Fahrtrichtung gesehen) und hinten mit vertikalen Metallaschen (ein durchgehendes U-Profil = damit ist auch der metallene Boden geschlossen wasserdicht) eingefasst.

Damit ist das Getriebe aussen oben auf dem Dach (mitsamt seiner zur Undichtigkeit nach innen neigenden senkrechten Kurbelachse) von 3 Seiten ca knapp 4 cm hoch komplett und wasserdicht von aufstehendem Metall eingefasst - gleiches unten am Boden des Getriebes. Von diesen Seiten her kann also kein Wasser bis zur vertikalen Drehachse der Haube kommen und dort senkrecht nach unten eintreten - jetzt mal ganz grundsätzlich gesehen udn egal, ob da oben ein O-Ring am Anfang der senkrechten Drehachse ist oder nicht oder was auch immer zur Abdichtung (und der evtl. O-Ring über die Jahre durch die Kurbelei womöglich längst geschreddert ist oder sich dabei sogar aufgelöst/total verflüchtigt hat).

Wohl aber kann das Wasser bei der einen noch freien Seite, nämlich von der Seite der senkrechten Dachausschnitteinfassung her bis zur vertikalen Kurbeldrehachse eintreten udn tut dies auch. Das Wasser läuft dabei auf dem Dach je nach Gefälle (oder bei starken Winden wird es da auch gefälleunabhängig hingeblasen) zunächst entweder hinten oder vorne in dem verbliebenen Zwischenbereich/den seitlichen Raum zwischen senkrechter Dachausscnitteinfassung und L-Schiene andererseits, bis es egal von vorne oder ob von hinten kommend jedenfalls den Bereich des Getriebes erreicht. Und wenn es da ist, kann es dort auch in die senkrechte Drehachse eintreten. Im Dach steht (vertikal wohl unter und fest verbunden mit dem waagerechten Zahnrad ein Rohrstück, in dem innen die Kurbelwelle vertikal sich dreht bei Bedienung, . Unten innen ist die Drehkurbel. Oben aussen ist die waagerechte Plastikverzahnung, an deren Unterseite wie gesagt ein kurzer Rohstummel, der auf dem Boden der vorgenannten metallenen 3-Seiten- und Bodeneinfassung des Getriebes aufliegt/bei Drehung dort trocken reibt. Die senkrechte Kurbelachse hat zudem etwas axiales Spiel (oder bekommt es mit der Zeit), d.h. . drückt man von der Kurbel her nach oben, hebt und senkt sich das 1 bis 2 mm und so hebt und senkt sich dann auch der senkrechte Rohrstummel unter dem Zahnrad. Und wenn es undicht ist und sich langsam aus der Kurbelachse heraus innen auf dem Tisch Tropfen bilden, dann steigert sich die Tropfenbildung, wenn man die Drehachse diese 1 bis 2 mm etwas nach oben drückt (das macht man fast unmerklich udn ungewollt beim z.B. schnellen hoch-runter-drehen usw) - d,h. also, der oben unter dem Kunststoffgetriebersd untergesetzte Rohrstutzen dichtet wohl im ersten Step auch etwas gegen Wassereindringung dort ab - hebt er sich, geht die schon mal auch flöten. Ob in dem Bereich zusätzlich jemals ein O-Ring oder so was saß, ist mir unbekannt, weiss auch keiner.

Lange Rede kurzer Sinn. Weil unterwegs und ob dieser näheren Unkenntnis zur ganzen Konstruktion dort habe ich die noch offene rechte vierte Seite der metallenen Getriebeeinfassung ebenfalls verschlossen dadurch, dass ich dort ein 2 mm starkes rechteckiges weises Stück Kabelkanal, Masse ca 55 x 28 mm seitlich hochkant (von Innenraum her über Trittstufe und mittels Spiegel ob des sehr knapp nur in der Höhe hochzukurbelnden Haube) hingeklebt habe. Das Getriebe ist damit an allen 4 Seiten und am Boden ja auch dicht eingefasst. Das Wasser läuft nach wie vor seitlich den beschriebenen Weg entlang, kann aber nicht merh zur vertikalen Getriebewelle nach unten vordringen. Und merh wie ca 25 mm hoch steht da und läuft da offensichtlich kein Wasser. War im Februar 2018. Seither dort alles trocken, , hat alle bisherigen Unwetter und Stürme und alle Regenfahrten trocken überstanden. Deshalb interessiert mich die Antwort auf Deine Frage auch nicht merh sooo dringlich. Aber interessant wäre die Antwort schon.

Viel Erfolg für Dein Vorhaben - hast Du bis dahin keine Antwort, mach die vierte Seite ebenfalls zu. Oben auf dem Dach siehst Du sowieso die ganze Geschichte viel besser/einfacher wie aus meinem Text. Aber lass mal hören, wie Du das nach getaner Arbeit selber eingeschätzt, was du realisiert hast und sonstige Geschichten dabei undund. Sage auch schon mal Dankeschön vorab dafür.
Grüsse

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Riegep » 17.05.2018, 18:36

Hallo Colorado, vielen Dank für die Weitergabe Deiner Problemlösung. Natürlich ist es aus heutiger Sicht einfach die "Spezialisten" dieser Konstruktion zu kritisieren. Mein Urteil: Nahe an der Perfektion, da robust und mit etwas Wartung auch langlebig. Ich werde am Samstag versuchen die Dachhaubenkonstruktion dicht zu bekommen. Vielleicht gelingt es mir auch hier einige Bilder einzustellen. Gruß Peter.

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Riegep » 29.05.2018, 15:09

Hallo, ich finde erst jetzt Zeit wieder zu schreiben. Ich habe also zuerst die 4 Zahnscheiben abgezogen und die Haube abgenommen. Nachdem ich angefangen habe mit einem Kunststoffspatel die ausgetretenen Dichtungsreste abzuschaben, merkte ich dass die Dichtungsmasse regelrecht abbröckelte. Die Edelstahlschrauben aus Rahmen und Hebevorrichtung waren schnell herausgedreht. Mit dem Cutter habe ich dann die Blechteile vom Dach gelöst. Auch hier war die Dichtugsmasse sehr brockelig. Unter dem Blech des Getriebes war auf 2 Drittel der Länge das Blech des Daches hellbraun angelaufen. Mit Einsatz von 1 L Aceton 1 Kg Putzwolle und einigem Schweiß bekam ich das Dach wieder weiß. Allerdings sah ich dann etwas was mich erstaunte. Der Rahmen war offenbar schon einmal mit ca 8mm Versatz verschraubt worden, denn jedes Loch war 2 mal vorhanden. Auch war der Rahmen nicht rechtwinkelig zu den Längsachsen des Womos verbaut,Der Vorbesitzer des 524 war ein heute 85 jähriger Rentner, der das Teil immer hat vorbildlich warten und pflegen lassen. Da mir der alte Herr eine Top Dokumentation überlassen hat, weiß ich: Das Womo wurde in Bad Waldsee gekauft und war dann nur im Besitz des alten Herrn. Jetzt kann sich jeder Leser selbst überlegen wo die erst- und zweit Löcher gebohrt wurden. Also, nichts mit Top-Qualität!!!
Das Getriebe habe ich wie den Rahmen komplett gesäubert, mit Dekaseal eingedichtet und wieder montiert. Nach meiner Meinung liegt der Schwachpunkt der ganzen Konstruktion an der Abdichtung des Getriebebleches zum Dach. Offenbar wird diese Dichtmasse nach einigen Jahren etwas hart und lässt bedingt durch die Bewegung der Kurbel und damit auch des Führungsrohres minimalste Mengen Wasser durch das Loch der Antriebsachse. Das aber an der Aussenseite der Wellendurchführung. Andere Konstruktionen sind vielleicht dies bezüglich etwas unempfindlicher. Vielleicht noch ein Tip, den sehr fragilen Innenrahmen habe ich mit einer Bandage aus Gewebeklebeband versehen. Das Ding ist jetzt gestützt und kann nicht mehr so leicht reißen. Mein Rat: Wer von Euch noch auf das Dach der jetzt schon angejahrten B-Klasse kommt, sollte nach spätestens 10 Jahren Haube und Antrieb demontieren und neu eindichten. Dann ist alles gut.
Mein Aufwand waren 7 Stunden Zeit, Reinigungs und Dichtmittel, neue Schrauben, Cutter und Schaber. Alles zusammen 60 Teuros.
Gruß Peter

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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Garfield » 30.05.2018, 12:07

Wenn ich mal mitmachen darf :shock: und ein paar Bilder beisteuern kann :-D Ich denke, dass ich mitreden kann und ein wenig Licht ins Dunkel bringen kann. :mrgreen:

Also... das Problem war mir auch bekannt. Mehrfach. Mit Begegnungen der "Dritten" Art.
Nummer 1: Nicht immer ist es Regenwasser, was an der Kurbek hängt. Gerade im Winter kann es sich auch um Schwitzwasser handeln. Meist ist die gesamte Kurbel feucht, also Beschlagen, da dieses Teil das Kälteste im Wohnraum ist - es hängt jaa mit einem Teil draußen in der Witterung. Alleine dadurch kann es zu Verfärbungen im Dach oder auch an den Metallteilen kommen...

Nummer 2: Grundsätzlich ist die Kurbel dicht! Da sollte kein Wasser durchlaufen (später mehr bei den Bildern). Bei mir kam das Wasser ganz woanders am Fenster bzw. dessen Rahmen rein und hat sich seinen Weg eben bis zum Loch für die Kurbel gesucht... Die Dichtmasse war auch bei mir nicht wirklich Dicht - Gottseidank noch während der Dichtigkeitsgarantie. Nach 5 Jahren. Zwei Mal hat eine Werkstatt in meiner Nähe versucht - NEIN, Nicht Oldenburg!!! - , das Dach dicht zu bekommen - HYMER in Bad Waldsee hat es dann geschafft.

Nummer 3: Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der Dichtring in der Kurbel mal porös wird...

Bild
Hier war nicht die Kurbel kaputt, trotzdem hat sich ein Wassertropfen hierher verirrt... Dass Wasser fand es einfach gut zu wandern und gerade dieses Loch zu nutzen. Damit natürlich auch die Menschen zu verwirren. Die Wirren bei meiner damaligen Werkstatt haben darauf gepocht, dass es an der Kurbel liegen müsse... :evil: und haben das gesamte Gestänge abgerissen! Dabei so viel Kraft aufgewendet, dass das Ganze verbogen war. Was die HYMER's in Waldsee später gefunden haben möchte ich hier lieber verschweigen...


Bild
Hier mal das Gestände, wie von Colorado beschrieben - noch auf dem Dach. Fragt jetzt nach genauerem Hinsehen nicht, wie das abgedichtet ist - es war der erste Versuch meiner damaligen Werkstatt...


Bild
Hier das Gestänge, vom Dach befreit.

Jahre vorher hatte ich schon mal Probleme mit der Kurbeldachhaube. Nicht mit reinlaufendem Wasser, sondern mit Wasser das ständig auf dem Dach stand und das Gestänge damit ständig feucht hielt. Das Problem war eine FESTGEROSTETE Welle! :evil: btw.: hier lief nie Wasser die Kurbel herunter :!: ;-) siehe die folgenden Bilder - dieses Gestänge am anderen Dachkurbellüfter hatte damals Oldenburg zur vollsten Zufriedenheit getauscht! Das verrostete Gestänge habe ich mir dann einfach mal mitgenommen und im Keller gelagert - blöd wie ich bin... aber dadurch konnte ich mal "nachschauen" (siehe die beiden letzten Bilder).
Bild
Hier mal die Kurbel mit den beiden Seitenteilen und der Öffnung zur vierten Seite - wie von Colorado beschrieben. Auch das von ihm beschriebene Rohrstück ist noch gut zu sehen. Das restliche Gestänge habe ich hier bereits entfernt.

Bild
Die eigentliche Story, die zu diesem Bild geführt hat: Der Meister der ehemaligen - schlechten - Werkstatt hatte nach der ersten - erfolglosen Reparatur "gegen den Wassereintritt" - versucht, mir zu verkaufen, dass jetzt keine Gewährleistung/Dichtigkeitsgarantie mehr greifen würde. Ein Monat vor Ablauf der Dichtigkeitsgarantie haben sie den Dachkurbellüfter abgedichtet (erfolglos) und jetzt beim zweiten Wassereintritt war die Dichtigkeitsgarantie seit enem Monat abgelaufen. Gewährleistung auf den vor zwei Monten durchgeführten Reparaturversuch solle es nicht geben, da jetzt (ACHTUNG :!: ) Die Kurbel undicht geworden sei. Daher müsse dieses ganze Gestänge ausgetauscht werden (Kostenpflichtig natürlich). NUN JA, JETZT kommt erst die Erklärung des Meisters, die ich nicht glauben konnte und warum ich das alte, verrostete Gestänge aufflexen musste: Um die Welle herum sei lediglich etwas Fett gegen das Eindringen von Wasser geschmiert - das wäre jetzt ausgehärtet und könne das Wasser nicht mehr abhalten, durch die Röhre am Gestänge entlangzufließen. :evil: Mehrfach habe ich unwissend aber trotzdem dagegen gehalten und meinte blauäugig, dass da zwischen Welle und Rohr eine Dichtung drin sein müsse. Auf diesem Bild vielleicht nicht ganz so gut zu sehen, aber siehe letzte Bild...

Bild
Hier habe ich die Gummidichtung/den Gummiring aufgeschnitten und etwas von der Welle abgezogen. Dieser Ring dichtet normalerweise gegen das Regenwasser, was möglicherweise mal an die Welle von außen kommt, ab. Gut zu sehen: Bis zum Dichtring ist die Welle verostet - danach sieht man das gute Metall! Hier hat der Dichtring bis zum Schluss dichtgehalten!
Der zweite, untere "Rostring" ist genau an der Stelle, wo die Welle in den Wohnraum reinkommt und sich Kondenswasser gebildet hat...
Viele Grüße, Peter
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
:mrgreen: Ein Reisemobil braucht zwei Jahre, bis es erwachsen ist. Direkt anschließend beginnen nahtlos die Alterskrankheiten. ;-)

Colorado
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Re: Dachhaube B524 neu eindichten

Beitrag von Colorado » 30.05.2018, 18:13

Hi,
schön schön, die beiden letzten Beiträge - danke

- weil, wie schon vorerwähnt, ich mich hier wundere, warum denn hier im Forum schon langjährig dazu so gut wie fast nichts erwähnt ist - weil andererseits dieses potentiell grundsätzlich konstruktiv nun auch bestens mit Fotos belegtes Problem - ich sage mal in Minimierung hier nur "kritische" konzeptionelle Hymer-Lösung"zu - potentiell bei sehr vielenschlummert, allerdings erst über die Jahre hoch kocht. Sie wissen, sie ahnen offenbar nur nichts davon, so wie ich zunächst ja auch - bis es über die Betriebsjahre dann irgendwann halt plötzlich (zu) schwergängig wird, sich gar fest setzt oder aus der Kurbel raus tropft.

Aber es tropft da nicht nur. Es passiert da noch mehr, wie auch die Fotos ausweisen). Dieses andere Problem war bei mir vor dem tropfen auch - ich habe es im Vorbeitrag nur nicht erwähnt, weil es das Thema "Neu-Abdichtern bzw Wassereintritt" war. Dazu unten mehr.

Und noch was vorweg. Es freut einen zu sehen, wie heutige offenbar Yangster sich so einem älteren überaus konzeptionell schönen B 524 annehmen, mit dem echten eingehängten Doppelboden noch undund - udn da den Zeiteinflüssen zu Leibe rücken und sanieren. Solche genialen und grundsoliden Mobile werden ja heuer von Hymer gar nicht mehr gebaut. Diese Mobile haben das echt verdient, der heutige Fubbelkram nicht mehr. Und ich will auch niemand zu nahe treten, aber es ist auch mit einem Schmunzeln zu registrieren gewesen, wie man sich bei der Auseinandersetzung mit der Sache von der Ersteinschätzung, mit Formulierungen wie z.B. "nahe an der Perfektion....und langlebig undund" dann doch auf der Lernkurve etwas weiter schon nach oben den "wirklichen" material- und fertigungsmäßigen Realitäten bei Hymer etwas besser zumindest angenähert hat (Zweiteinschätzungen lauteten dann auch : "Also nichts mit Top-Qualität!!!...). Ich kann nur anmerken: Weiter so !

In der Sache selbst wurde ja nun bestens erhellt mit Text und Fotos. Da gibt es nicht mehr viel zu ergänzen. Aber etwas schon. Nämlich z.B. die Bekräftigung meineserachtens noch mal, dass durchaus auch an der Kurbelachse selbst mit der Zeit Wasser eintreten kann nach innen - ohne dass an anderer Stelle Wasser unbedingt "unter den Tragrahmen usw" gelaufen ist - sprich diese Konstruktion über die Jahre und trotz dem O-Ring, (der über die Jahre altert/spröde/rissigwird/sich gar zersetzt undund )kritisch werden kann, das Wasser da also auch innen in dem vertikalen Rohr irgendwie unter dem horizontalen Zahnrad eintritt. Deshalb rate ich dazu, die von mir so genannte offene ""vierte"" Seite rund um das Getriebe (schön zu sehen auf drittem Garfield-Foto von oben) mit einem Plastikstreifen per Kleber/Dichtmasse wasserdicht zu verschliessen ca 3 cm hoch dergestalt, dass die Zahnräder danach frei drehen können.

(**)OT-Hinweis an der Stelle, trotzdem paar Worte dazu, was mir aufgefallen ist. Im Text über dem vierten Bild schreibt Garfield etwas von eingedrungenem Wasser, undund ""das ständig auf dem Dach stand"". Dazu möchte ich anmerken: Das darf es nicht geben auf dem Dach! Tut nie gut. Und viele Nutzer sind oft selbst daran schuld, dass es oben auf dem Dach rund um die haube quasi eine Dachabsenkung gibt, in der Wasser stehen bleibt. Nach meinen Beobachtungen ist das vielfach bei Leutchen, die ständig auf dem Dach rum klettern, um zu putzen, Dach, Solar, an der Antenne fummeln undund. Da sind nur 100 kg Dachlast von Hymer frei gegeben. 30 bis 40 kg hat schon in der Regel Solaranlage, Antenne, Kabel. Das wird dann zu knapp alles. Hinten wird ja das Dach noch rechts von den aufstehenden Wänden cdes Kleiderschrankes gestützt, dito links von Badwänden. Aber weiter vor im Haubenbereich stehen innen keine aufstehenden Möbelkorpusse mehr, die das Dach geschoßhoch, also vom Boden her abstützen. Und so senkt sich das dann bei Überlast halt ab. Ein 1 cm kann schon reichen dafür, mit den oben genannten Folgen. Vorbeugetipp dagegenbei Dacharbeiten, so soe wirklich nicht per Leiter von den Seiten her machbar sind: Sogar bei Aldi gab es das mal für kleines Geld unter 20 €/Stück, solche Teleskop-Abstütz-Stempel, nannte sich Montagehilfe, tragen ca 25/30 kg das Stück. Die kann man, Region rund um die Haube, oben und unten je mit Brettauflage dazwischen, innen zwischen Boden und Dach so ca 2 Stück aufstellen dort und mit einem Hebel örtlich etwas verspannen = Dach vorsichtig ca 2 mm anheben. Mache ich mir seit Jahrzehnten vorbeugend bei wirklich unvermeidbaren Dachbegehungen vorher dort immer hin. Mit Erfolg. Und winters kommen natürlich "immer" die Schneelasten rechtzeitig runter, weils da schnell extrem kritische Dachlasten haben kann - auch das gegen Dachabsenkungen zumal rund um die Dachhaube, dem empfindlichsten Bereich dafür(**) . Ende OT und zurück zum Thema.

Was noch passiert. Die Kurbelachse rostet fest. Nicht nur bei Garfield, sondern auch bei mir, wenn auch nicht ganz so extrem wie bei ihm, aber 2 mal schon ca 1 bis 2 Jahre vor dem Wassereintritt. Und zwar jeweils in den ca 3-monatigen Winter-Nutzungspausen rostet es fest. Auch festgestellt einmal unterwegs am Abreisetag abends. Im Süden dann angekommen nach Abnahme der Kurbe nebst kleiner Rosette direkt neben der Kurbelachse in den Verkleidungs-Innenrahmen der Haube ein 2,5 mm Loch gebohrt und dann mit WD40 per rotem Röhrchen x-mal da die Drehachsae hoch gesprüht. Nach jedem Sprühstoss kam das von oben als eine rostige schwarze Brühe wieder runter. Nach x-Versuchen dieser Art war die Kurbel rechts/links erst nur ca 2 mm cdrehbar, dann 4, dann 8 mm usw, bis irgendwann eine volle Umdrehung möglich. Die Frau hat dabei das Haubenglas jeweils gewichtsmäßig mit den Händen begleitend angehoben, um die Kurbel zu entlasten, die fast abbrach dabei. Und irgendwann ging es wieder voll rauf und runter und auch so leicht wie früher, um noch während des längeren Urlaubs (nach Regen undund) plötzlich doch wieder irgendwann schwerer zu gehen an der Kurbel. Also Aktion wiederholt. Letzlich wurde das dann Urlaubsroutine über die Jahre. Das da aber noch was nachkommt, das dachte ich mir jedoch schon damals. Und so kam nun das Wasser aus der Kurbel. Und deshalb ist jetzt die vierte Seite neben dem Getriebe auch zu und alles trocken und saniert. Absolut dicht. Und weil man da schlecht hin kommt, spritze ich direkt neben/unter das vertikale Zahnrad über dafür eigens gebogenes Sprühröhrchen quasi versucht direkt über Beginn der vertikaler Drehachse einige Stösse Sprühfett hin, in Zeitabständen, rein bebleitend alles und vorsorglich. Nun dreht sich alles leicht und trocken ist es eh.
Grüsse

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