Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Erfahrungen und Lösungen von Reisemobilisten für eben solche
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Udo.G
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Udo.G » 03.01.2019, 14:08

Hallo und ein gutes neues Jahr.

Leider ist nicht nur das Gesamtgewicht von Bedeutung!
Wenn bei Frontantrieb, die Radlast mit zwei Personen die vorne sitzen gemessen wird, ist die Radlast bei zulässigem Gesamtgewicht unter Umständen schon überschritten.
Das ist die milde Beschreibung einer vom Kraftfahrtbundesamt durchgewunkenen Tatsache, die in anderen EU-Ländern zu hohen Strafen führen können.
ACHTUNG: Bitte beim Kauf einer Caravanwaage auf die maximale Belastung achten und die Hubstützen beim wiegen ganz einfahren.
VG Udo G.

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Sigi
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Sigi » 03.01.2019, 18:52

Hallo Udo,

Dass das Gesamtgewicht allein relativ wenig aussagt, und wie schwer es ist, zu tatsächlichen Achslasten Antworten bei Hymerhändlern zu bekommen, hatte ich am 26.11. ausführlich geschildert.

Ob die kritische Achse die vordere oder hintere ist, lässt sich dagegen nicht allgemein sagen.
Bei früheren Ducato- Modellen war tatsächlich die vordere Achslast meist sehr schnell am oder über Maximum.
Beim ML-T/I ist dagegen immer die hintere Achslast die kritische.

Selbst wenn ein Verkäufer das leere Fahrzeug im Ausstellungsraum auf die Waage fährt, muss man schon sehr genau wissen, wo sich Wasser-, Abwasser- und Dieseltank befinden, um daraus ein auch nur ungefähres Leergewicht (und Achslasten) im fahrbereiten Zustand zu ermitteln.
Es gibt im Internet entsprechende Programme, in die man allerdings die jeweiligen Grunddaten sehr penibel eintragen muss, wenn das Ergebnis sinnvoll werden soll.

Gruß
Sigi

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Frank.T » 26.09.2019, 14:26

Die kritischen Achsen, sind bei der B-Klasser immer die Vorderachsen deshalb werden von Hymer auch immer die verstärkten Achsen angeboten. Warum wohl :evil:
Gruß

Frank

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von heulnet » 27.09.2019, 19:03

Wir sind am letzten Freitag am Reschenpass heraus gewunken und gewogen worden. Der Polizeibeamte erklärte uns, dass wir leicht überladen sind und uns ein Bussgeld von 35 € plus 10 € Wiegegebühr aufs Auge gedrückt. Wir mussten nichts ausladen und ich habe den Beamten mehrfach gebeten uns zu sagen was die Waage angezeigt hat. Das hat er nicht getan und auch auf die Quittung für das Bussgeld hat er nicht das ermittelte Gewicht geschrieben, sondern nur " Überladung leicht ". Ich war der Meinung, dass mir diese Auskunft zugestanden hätte, zumal ich ja praktisch der Bezahler dieses Aktes war. Ich habe mich darauf hin beim Österreichischen Innenministerium beschwert und die haben das Anliegen nach Landeck an die dortige zuständige Polizeibehörde geschickt. Die Antwort von dort liess nicht lange auf sich warten und lautete, dass in dieser Angelegenheit nichts mehr zu machen sei, da wir die Busse vor Ort bezahlt hätten und damit nach österreichischem Recht hat diese Angelegenheit erledigt wäre.
Wir haben die ermittelte Überladung auch niemals in frage gestellt, wollten aber unbedingt wissen in welchem Bereich diese lag. Laut Beamter waren wir über den 2 % gestattetem Übergewicht ( Österreich ) und knapp über der Grenze wo wir hätten ausladen müssen. Wieviel es nun wirklich war, wissen wir nicht.
Hymermobil B Klasse 524 Bj. 2003. Dieseltank war nur noch etwas mehr als Reserve ( wollten in Landeck etwa 50 km weiter tanken ) und etwa 50 l Frischwasser, Ehefrau und ansonsten das Übliche geladen. Wir waren eigentlich überrascht, dass die Sache für uns verhältnismässig glimpflich ausgegangen ist.

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von bigben24 » 09.10.2019, 17:35

Das Thema 3,5t geht ja überall herum und ja viele fahren überladen.
Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, das wer überladen fährt und weiter denken kann, als nur von der "Tapete bis zum Kleister", HÄTTE es vorher wissen können, wenn er sich damit angemessen beschäftigt hätte. Die erforderlichen Daten hätte man sich auf der Hymer Seite (Leider gibt es keinen Konfigurator mehr) ansehen können, die Masse in fahrbereitem Zustand ist verfügbar, auch die Abzüge für "Fahrbereit" so daß man ein recht genaues Leergewicht hätte haben können. Auch die Gewichte der Extras, ob mit bestellt oder vom Händler nachgerüstet sind verfügbar. Die eigenen Bedürfnisse lassen sich ungefähr zusammenrechnen, ebenso andere Nutzlasten, die man sich wünscht, ebenso Wasser und Sprit. Wer das im Inet sucht findet sogar Beladungsrechner wo man einfach alles eingeben kann. Also mein völlig persönliche und unmaßgebliche Meinung dazu, mein Mitgefühl für jemand, der wegen Überladung zahlen oder gar ausladen muß, hält sich etwas in Grenzen.
Warum ich das so sage ist ganz einfach, weil wir den ganzen Prozess der Gewichte, Teilgewichte, Zuladungen etc. mehrfach "durchgekaut" haben bis wir unsere Zuladung in etwas kannten und haben DANN das passende Fahrzeug gesucht und gefunden und fahren mit ca. 60l Wasser, reisefertig inkl. Roller (125kg) in der Garage mit gewogenen 3.480kg los. Wir hatten auch einen Tramp im Auge und haben es gelassen, weil es zu unseren Ansprüchen gewichtsmäßig nie gepasst hätte.
Sich damit rauszureden, das der Verkäufer gesagt habe "Passt" ist genauso naiv, wie ohne Hinterfragung und eigene Überprüfung, Bankprodukt, Immobilien oder gebrauchte Autos zu kaufe. Da verläßt sich (zurecht) auch keine nur auf den Berater /Verkäufer, denn der will nur eines Verkaufen!

Nur meine Meinung

Gruß
Hymer Exsis-T 588 MY 2018

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Kann ich mein Leben mal kurz speichern und was ausprobieren?

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Johann » 10.10.2019, 21:31

bigben24 hat geschrieben:
09.10.2019, 17:35
Warum ich das so sage ist ganz einfach, weil wir den ganzen Prozess der Gewichte, Teilgewichte, Zuladungen etc. mehrfach "durchgekaut" haben bis wir unsere Zuladung in etwas kannten und haben DANN das passende Fahrzeug gesucht und gefunden und fahren mit ca. 60l Wasser, reisefertig inkl. Roller (125kg) in der Garage mit gewogenen 3.480kg los. Wir hatten auch einen Tramp im Auge und haben es gelassen, weil es zu unseren Ansprüchen gewichtsmäßig nie gepasst hätte.
Sich damit rauszureden, das der Verkäufer gesagt habe "Passt" ist genauso naiv, wie ohne Hinterfragung und eigene Überprüfung, Bankprodukt, Immobilien oder gebrauchte Autos zu kaufe. Da verläßt sich (zurecht) auch keine nur auf den Berater /Verkäufer, denn der will nur eines Verkaufen!
In der Tat ist dieses Thema schon von allen Seiten beleuchtet worden. Aber es sind aus meiner Sicht noch nicht die richtigen Konsequenzen gezogen worden. Wir Interessenten müssen schon die Initiative ergreifen. Wir müssen klar und unmissverständlich NEIN sagen, wenn der Verkäufer uns ein großes Reisemobil mit Aufbaulängen von 7 (oder mehr) Metern als 3,5-Tonner ‚andrehen‘ will. Damit verlagert er sein Problem zu uns Interessenten, weil wir uns leichtgläubig – das Papier in den Hochglanzprospekten ist geduldig! – auf die Zusicherungen des Verkäufers (und Herstellers) verlassen, dass es schon nicht zu einer Überlastung des Reisemobils kommen wird.

Kennt der Verkäufer unsere tatsächlichen Gewohnheiten bei der Beladung des Reisemobils? Weiß er, dass wir selbstverständlich mit einem vorübergehend autarken Fahrzeug unterwegs sein werden, also den Frischwassertank nicht nur mit einer ‚Wasserpfütze‘ füllen, sondern mit 100 oder 120 Litern? Ist dem Verkäufer bekannt, dass vielleicht ein gewichtiger Motorroller mit an Bord und der ‚komplette Hausstand‘ auch auf Reisen stets griffbereit verfügbar sein müssen? Mancher kommt mit 300 kg Zuladung gerade noch aus, ein Kollege aber möchte auf Reisen keinesfalls auf den heimischen Komfort (mit Fernseher, Bier und Lebensmitteln aus der Heimat für die Reise) verzichten. Zumal das große Raumangebot zur Benutzung und Ausnutzung einlädt. So kommt er rasch auf 700 kg Zuladung … und Überladung!

Wir Verbraucher müssen angesichts dieser Sachlage aktiv werden, und so lange und deutlich das Angebot des Verkäufers ablehnen, ein riesiges Reisemobil als 3,5-Tonner zu übernehmen. Auch wenn das Mobil hinsichtlich Grundriss, Ausstattung und Preis so ideal zu sein scheint. Die Folge muss sein, dass der Verkäufer nichts verkauft. Er muss angesichts der für ihn schier ausweglosen Situation gezwungen sein, den Hersteller auf das (in der Branche seit vielen Jahren bekannte Gewichtsproblem) hinzuweisen. Gemeinsam muss eine Lösung gefunden werden.

Da das Bundesverkehrsministerium in Unkenntnis der Gewichtsproblematik bei Reisemobilen keine Initiative ergreifen wird, verkehrsrechtlich die 3,5-t-Grenze deutlich anzuheben, bleibt nur die Hoffnung, in einer konzertierten Aktion der gesamten Branche (also mit DCHV, CIVD, DTV und ADAC) die Politik zum Beschluss einer tragbaren Lösung zu veranlassen. Klar aber muss sein, dass wir Reisemobilfahrer den entscheidenden Schritt tun: Wir müssen NEIN sagen, und den Vertrieb zum Umdenken und Umsteuern bringen. Das geht, denn wir MÜSSEN nicht kaufen! Wir wollen nicht das – von manchen ‚Experten‘ klein geredete – Überladungsproblem (mit der eben nicht europaweit geltenden 5%-Grenze) zu unserem Problem werden lassen.
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Reisemobilfan49 » 11.10.2019, 08:03

Hallo Johann,

die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Die heutigen Käufer und da kann ich mich nicht ganz davon ausschließen,
verstehen unter Reisen (Camping) mit dem Wohnmobil etwas ganz anderes wie die letzten Generationen.
Da reichte ein VW Bus mit einer Matratze und einem Campinggaskocher für 6 Wochen Urlaub im sonnigen Süden.
Heutzutage möchte jeder "Camper" einen kleinen Morelo zum Preis eines Kleinwagens haben,
um seinen gesamten Zweithaushalt im Urlaub dabei zu haben.
Ich will damit sagen, die Ansprüche der Käufer sind drastisch gewachsen und auch die Hersteller
haben dazu gelernt und verkaufen (mit hohem Gewinn) das, was die Kunden verlangen.
Egal, ob ALDE Heizung, Solar, autom. Sat.-Anlage, Aufbau ohne Holz,
stattdessen z.B. Styrodur usw., (deutlich höheres Gewicht) usw usw.
Würde man das Gewichtslimit erhöhen, würde es nicht lange dauern und dann begänne die Problematik
wieder von vorne, nur eben auf einem höheren Niveau.
Ich denke, die Zeit wird es richten, die Ansprüche an ein WOMO müssen gesenkt werden.
Das wird aus zweierlei Gründen kommen:
Die aktuelle und die kommenden Generationen haben weniger Geld zur Verfügung,
haben keinen passenden Führerschein mehr und die Polizei wird verstärkt aktiv werden,
um die Gewichte zu kontrollieren und entsprechende Strafen auszusprechen.
Und deshalb wird auch der Trend zu spartanisch ausgerüsteten < 3,5 t Leihmobilen steigen.
Die Generation, die bis zu 7,5 t WOMOs fahren durfte, stirbt zunehmend schneller aus.
Ach ja, mir würde ein kleiner Robel mit Hecksitzgruppe und Alkoven auf einem Sprinter
mit Zwillingsbereifung vollkommen reichen. Mehr WOMO bräuchte ich nicht. :oops: :lol:
Hatte ich schon mal ab 2007 in einer Billigvariante, einen < 3,5 t TEC Freetec 598 auf einem Transitfahrgestell
und einem Holz/Styropor Aufbau.
Kostete die Hälfte eines vergleichbaren Robel und hat uns ohne Mullen und Knullen überall hingebracht,
wo wir hinwollten......
LG
Peter
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von TanSri » 11.10.2019, 10:55

Moin, ich denke, Peter hat es ganz gut getroffen in seiner Analyse. Es ist m. E. weniger der Hersteller oder der Händler für das Phänomen, unbedingt unter der 3,5 to Grenze zu bleiben, verantwortlich, sondern der Kunde. Hersteller befriedigen halt den Bedarf. Vor kurzem kaufte sich ein Freund ein 7,5m Mobil einer Discountermarke aus Ostwestfalen mit der Vorgabe, unbedingt unter den 3,5 to zu bleiben. Längliche Diskussionen zwischen ihm und mir konnten ihn nicht davon überzeugen, dass das bei diesem Fahrzeug und seinem geplanten Einsatz wenig sinnvoll sei. Obwohl er altersmäßig keinerlei Einschränkung bzgl. der Fahrerlaubnis hat, war er nicht davon zu überzeugen, für wenig Geld aufzulasten. Die Restriktionen hinsichtlich Geschwindigkeit und Überholverbot wogen für ihn mehr als die Überladungsproblematik. Ich bin überzeugt, dass er kein Einzelfall ist, und bei der Bedarfsanalyse stellen sich die Hersteller genau auf solche Kunden ein.
Gruß von der Küste
Udo

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Johann » 11.10.2019, 12:26

Reisemobilfan49 hat geschrieben:
11.10.2019, 08:03
Die heutigen Käufer und da kann ich mich nicht ganz davon ausschließen, verstehen unter Reisen (Camping) mit dem Wohnmobil etwas ganz anderes wie die letzten Generationen. Da reichte ein VW Bus mit einer Matratze und einem Campinggaskocher für 6 Wochen Urlaub im sonnigen Süden. Heutzutage möchte jeder "Camper" einen kleinen Morelo zum Preis eines Kleinwagens haben, um seinen gesamten Zweithaushalt im Urlaub dabei zu haben. Ich will damit sagen, die Ansprüche der Käufer sind drastisch gewachsen ...
Peter, demnach siehst auch Du die VERBRAUCHER in der 'Pflicht' zum Handeln. Das schließt den Gebrauch der Gehirnzellen ausdrücklich ein! Wir Reisemobilfahrer müssen die Verkäufer (Handel) und die Hersteller dazu bringen, künftig wieder praxisorientiert zu handeln. Das bedeutet, dass für echte 3,5-Tonner bei 6 m Länge Schluss sein sollte, um Überladungen sicher zu vermeiden. Und Interessenten, die für 7- oder 7,50-Meter-Fahrzeuge schwärmen, MÜSSEN vom Handel auf mögliche verkehrsrechtliche Konsequenzen hingewiesen werden. Das wäre eine echte und vertrauensvolle Partnerschaft!

Wenn wir uns ein neues Reisemobil zulegen wollten, dann mit Sicherheit kein 12-Meter VARIOmobil mit Slide-out links und rechts, sondern einen 6-Meter Teilintegrierten mit kleiner Heckgarage. Also ein richtiges Reisemobil unter Verzicht auf den häuslichen Komfort, aber mit sehr guten Reiseeigenschaften, das auch auf engen Landes- und Kreisstraßen noch fahren kann. Und für das es auch stadtnahe Parkmöglichkeiten gibt.
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Reisemobilfan49 » 12.10.2019, 08:21

Guten Morgen Johann,

Deinen Gedanken mit den unter 6 m WOMOs nur unter 3,5 t finde ich sehr gut.
Damit könnte Mann durchaus und auch sehr gut leben.
Allerdings wird es ein Traum bleiben, denn die Hersteller wollen möglichst
viel verkaufen und Länge heißt nun mal viel Wohnmobil und viele
und teuere Extras.
Schließlich leben sie sehr gut davon, zumindest z.Z.
Und vielen der Käufer ist die Gewichtsthematik entweder egal
oder sie sind sich dessen nicht bewußt.
Und die dritte Kategorie sind die, die eine Überladung bewußt in Kauf nehmen.
Das ist mir heuer wieder in Apulien auf den CP klar geworden.
Was die Holländer und Italiener aber auch viele Deutsche
in Ihre < 3,5 t WOMOs packen, war manchmal beängstigent.
Bis 500 Kg Überladung kann man mit einer Luftferderung an der HA
problemlos kaschieren.
Und die Strafen und Kontrollen dafür sind so lächerlich, dass es einem 6er im Lotto gleichkommt, wg. Überladung erwischt und dann auch noch bestraft zu werden.
Die Verbraucher sind meiner Meinung nach aus vielerlei Gründen somit das schwächste Glied in der Kette.
Das konnte ich sehr schön in den letzten 10 Jahren beobachten,
als plötzlichn kein einziger Hersteller mehr kompakte Alkoven mit Heck(rund)sitzgruppe auf einem preiswerten Fahrgestell zu einem erschwinglichen Preis anbot.
Die Hersteller müßte man packen, dass sind die, die den Kunden das anbieten,
mit dem sie sich den größten Profit versprechen.
Dabei wäre Dein oben genannter Vorschlag sehr reizvoll.
3,5 t nur bis 6 m !
Ging doch früher auch, warum heutzutage nicht mehr ?
Und auch früher schon hatte man unter 3,5 t eine Toilette,
eine Rundsitzgruppe im Heck, eine notdürftige Duschgelegenheit,
einen Kühlschrank, eine Heizung und einen TV an Bord.
Es wird ein Traum bleiben.
LG
Peter
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Johann » 12.10.2019, 15:55

Reisemobilfan49 hat geschrieben:
12.10.2019, 08:21
Deinen Gedanken mit den unter 6 m WOMOs nur unter 3,5 t finde ich sehr gut.
Damit könnte Mann durchaus und auch sehr gut leben. Allerdings wird es ein Traum bleiben, denn die Hersteller wollen möglichst viel verkaufen und Länge heißt nun mal viel Wohnmobil und viele und teuere Extras. Schließlich leben sie sehr gut davon, zumindest z.Z. Und vielen der Käufer ist die Gewichtsthematik entweder egal oder sie sind sich dessen nicht bewußt.
Danke für Deine grundsätzliche Zustimmung, Peter. Nur reicht es leider nicht, wenn nur wir darüber nachdenken. Wenn es zum Erfolg führen sollte, bedarf es einer der Erarbeitung eines Konzepts für eine praxisorientierte (und nicht 'geschönte') Gewichtsbilanz von Reisemobilen. Etwa mit diesen beiden Reisemobil-Klassen:
  • Kompakte Reisemobile: Mobile bis max. 6 m Aufbaulänge werden immer mit einer zGM von 3.500 kg angeboten.
  • Große Reisemobile: Längere Fahrzeuge erhalten ab Werk ein Fahrwerk mit z.B. 4.200/4.600/5.000 kg zGM, eine Ablastung (auf 3.500 kg zGM) wird grundsätzlich nicht vorgesehen.
    Wer partout eine Ablastung (auf 3.500 kg zGM) wünscht, wird über diesen Schritt (hoffentlich) gründlich nachdenken, und die notwendigen Maßnahmen über einen Fahrwerksspezialisten realisieren lassen.
Eine derart einschneidende Korrektur erfordert einen Beschluss in der Reisemobilbranche, bei der neben Handel (DCHV) und Herstellern (CIVD) vor allem eine (für möglichst alle Verbraucher sprechende und entsprechend autorisierte) Interessenvertretung mit am Verhandlungstisch sitzen müssen. Trotz vielfacher Anläufe ist eine wirkliche Interessenvertretung der Reisemobilfahrer leider nicht existent. Die Fachzeitschriften promobil oder REISEMOBIL INTERNATIONAL können oder werden diese wichtige Funktion nicht wahrnehmen, denn ihre Aufgabe ist lediglich das Berichten über Lesenswertes aus der Reisemobil-Szene.
Reisemobilfan49 hat geschrieben:
12.10.2019, 08:21
3,5 t nur bis 6 m ! Ging doch früher auch, warum heutzutage nicht mehr ? Und auch früher schon hatte man unter 3,5 t eine Toilette, eine Rundsitzgruppe im Heck, eine notdürftige Duschgelegenheit, einen Kühlschrank, eine Heizung und einen TV an Bord.
Ja Peter, da denke ich gerne an den Hymer B 534 zurück, der zuletzt allerdings die 6-Meter-Grenze schon leicht gerissen hatte. Aber Du hast Recht, seit geraumer Zeit verlangen sehr viele die 'Eier-legende-Wollmilchsau' mit Längsbetten, großer Heckgarage und natürlich nur 3,5 t zGM. Leider klappt das nur auf dem Papier ...
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann

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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Reisemobilfan49 » 12.10.2019, 16:56

Hallo Johann,

das alles interessiert die Hersteller nicht die Bohne,
die müssen und wollen nur möglichst mit viel Gewinn möglichst viele WOMOs verkaufen.
Ich habe schon mehrmals an die Geschäftsführer verschiedener Reisemobilhersteller geschrieben,
was sie denn davon halten würden, einen Käuferstammtisch einzurichten,
in dem Käufer über ihrer Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge, Fehler und Mängel berichten könnten.
Antworten ? Keine !
Die Käufer sind sind für die Hersteller eine inhomogene, nicht greifbare und nicht einordenbare Masse
mit unzählbaren Ansprüchen und Vorstellungen.
Auch deshalb wird von den Herstellern soviel sinnloser/hirnloser Schrott produziert.
Sie wissen im Vorraus einfach nicht, was der Kunde wirklich braucht,
sie wissen auch nicht, was sinnvoll und was praktisch ist
und auch länger als die Garantiezeit funktioniert.
Die Kontroller und die Marketingleute entscheiden,
was verkäuflich sein könnte, sein wird und was nicht und was schön ist.
Seltsamerweise stellen die Individualhersteller fast durchgehend Wohnmobile her,
auf die die Kunden bis zu zwei Jahre warten müssen.
Und die sind fast immer gleich oder ähnlich in der Verarbeitung und im Aufbau.
Die wissen wie es geht.
Woher ?
Die reden im Vorfeld, vor dem Kauf mit den Kunden, also den Käufern, die ihnen genau sagen,
was sie wollen und was nicht.
Deshalb mein Vorschlag an Dich:
Schreibe alles das, was Du mir geschrieben hast, an die Geschäftsführer
aller Reisemobilhersteller und an alle Reisemobilzeitschriften, auch an die "Autobild Reisemobil".
Das Porto zahle ich Dir gerne. :)
Zuletzt geändert von Reisemobilfan49 am 12.10.2019, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
LG
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von KudlWackerl » 12.10.2019, 17:08

Von Seite 1:
KudlWackerl hat geschrieben:
22.11.2018, 13:07
...

Nun bin ich gespannt, ob noch neue Argumente Pro oder Gegen hier gepostet werden, oder ob es auf Wiederholungen hinausläuft. ;-)

Grüße, Alf
Tatsächlich nur die immer gleiche Leier...

Ziemlich anmaßend, anderen WoMobilisten die Länge und das Gewicht des Mobils vorschreiben zu wollen.

Grüße, Alf
Dagegensein ist der einfachste Weg. Allerdings führt er nirgendwo hin.
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von Reisemobilfan49 » 12.10.2019, 17:14

Suchst Du schon wieder Streit,
möchtest Du auch aus diesem Forum fliegen ?
Dann kannst Du Dich in Zukunft nur noch im Radfahrerforum tummeln,
aus allen gängigen Reisemobilforen bist Du eh schon raus. ;)
Warum wohl ?
Wenn jemand ein Thema nicht gefällt,
kann man doch einfach woanders oder in einem anderen Thread über ein Thema diskutieren,
ohne jegliche Polemik.
Ich lese gerade in einem anderen Forum über die gleiche Problematik und auch dort melden sich
Junge und Alte, Anfänger und alte Hasen, weil sie das Thema betrifft bzw. brennend interessiert
und alle sind dankbar für die Tips zu dem Thema und auch dort läuft das Thema schon seit 10 Jahren
in immer wieder neuen Threads
LG
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Re: Absichtliche Irreführung mit angeblichen 3,5 to. oder ?

Beitrag von KudlWackerl » 12.10.2019, 18:25

Reisemobilfan49 hat geschrieben:
12.10.2019, 17:14
...
Ich lese gerade in einem anderen Forum über die gleiche Problematik und auch dort melden sich
Junge und Alte, Anfänger und alte Hasen, weil sie das Thema betrifft bzw. brennend interessiert
und alle sind dankbar für die Tips zu dem Thema und auch dort läuft das Thema schon seit 10 Jahren
in immer wieder neuen Threads
Wenn du seit 10 Jahren am immer gleichen Thema lesend brennend interessiert bist, dann wundert mich dein Beitrag nicht. Vielleicht etwas eindimensional, meinst du nicht?

Fährst du auch mal mit dem WoMo weg?

Grüße, Alf
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