Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

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WOMO1994
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Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von WOMO1994 »

Hallo mein Landkreis hat es jetzt auch erwischt (obwohl es in meinem Wohnort keinen einzigen Coronafall gibt). Für uns gilt jetzt beim innerdeutschen Verreisen ein Beherbergungsverbot. In den Medien ist allerdings immer nur die Rede von Hotels und Pensionen. Aber was gilt denn für Reisen mit dem Wohnmobil ? Hierzu konnte ich nirgendwo klare Informationen finden. Hat hierzu jemand aus dem Forum konkretere Informationen ?
Viele Grüße
Heiko
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Garfield
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von Garfield »

...das musst du in jeder einzelnen Coronaverordnung selber nachlesen, da macht ja jedes Land etwas anderes.
Viele Grüße, Peter
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:mrgreen: Ein Reisemobil braucht zwei Jahre, bis es erwachsen ist. Direkt anschließend beginnen nahtlos die Alterskrankheiten. ;-)
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WolfRam
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von WolfRam »

Meine bisherige „Recherche“ – unter Berücksichtigung des Begriffs „Beherbergungsbetrieb“ nach amtlicher Definition – lässt mich zu dem Schluss kommen, dass wir Reisemobilisten, die wir „einfache Stellplätze“ ansteuern, von den aktuellen ‚Beherbergungsverboten‘ nicht betroffen sind. - Stellplätze werden, anders als Campingplätze, nicht als ‚Beherbergungsort‘ definiert.

Ein Reisemobilstellplatz ist im Grunde nichts weiter als ein Parkplatz, beschränkt auf eine Fahrzeugklasse. Das ist m. E. vergleichbar mit den Lkw-Parkplätzen an Autobahnen und Rasthöfen, für die ebenfalls keine der Pandemie geschuldeten Verbote erlassen wurden.

Wenn wir uns auf den Stellplätzen nicht als ‚Camper‘ präsentieren, mit Stuhl und Tisch vor der Tür, und beim Gang zur Mülltonne den Sicherheitsabstand und (falls lokal eine Maskenpflicht auch im Freien besteht) andere aktuelle Vorschriften beachten, wüsste ich nicht, wer mir das Reisen durch unser Land und Übernachten auf Stellplätzen verbieten darf.

Wieder einmal liegt es auch uns, in welche behördliche Schublade wir eingeordnet werden. Leider fehlt uns die Interessenvertretung, die sich um Klarheit bemüht. Ich bin aber auch nicht dafür, durch entsprechende Fragen an lokale Behörden „schlafende Hunde“ zu wecken. Einfach fahren und parken!
Grüße aus dem Illertal
WolfRam
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DraussenNurKännchen
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von DraussenNurKännchen »

WolfRam hat geschrieben: 10.10.2020, 15:03lässt mich zu dem Schluss kommen, dass wir Reisemobilisten, die wir „einfache Stellplätze“ ansteuern, von den aktuellen ‚Beherbergungsverboten‘ nicht betroffen sind. - Stellplätze werden, anders als Campingplätze, nicht als ‚Beherbergungsort‘ definiert.
Dass ist so nicht richtig. Weitere detaillierte Infos hierzu findet man in den jeweiligen Corona Schutz Verordnungen der Länder.
Oder - viel übersichtlicher - im sehr übersichtlichen Infoangebot des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes: https://tourismus-wegweiser.de/

BTW: Die erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie wird nur funktionieren, wenn wir uns alle diszipliniert und solidarisch verhalten. Empfehlungen wie „Einfach fahren und parken.“ wirken da ein wenig aus der Zeit gefallen.

Cheers

Hans
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WolfRam
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von WolfRam »

Hallo Hans,

meine Argumentation scheint nicht ganz verstanden …

In dem von Dir genannten ‚Tourismus-Wegweiser‘ geht es ums Reisen(!). Was ist Reisen, was ist Fahren? Die Definition ‚Reisen‘ ist gerade unter dem ‚Corona-Gesichtspunkt‘ verbunden mit „Übernachtung in fremden Betten“. Das Übernachten in den ‚eigenen vier Wänden‘ – wo auch immer – schafft keine zusätzlichen Risiken. Solidarität heißt für mich nicht, unreflektiert jeden unsinnigen Befehl zu befolgen

Der Regierende Bürgermeister von Berlin hat es gestern in einem Interview auf den Punkt gebracht. Werktäglich pendeln mehr als einhunderttausend Menschen zwischen Stadt und Land (Brandenburg), nach den aktuellen Vorschriften „unbehelligt“ von Verboten, während der ortsansässige Berliner, wenn er die Stadt verlässt, die „Reisevorschriften“ zu beachten hat. – Es darf gedacht werden!
In dieser Woche treffen sich die Landesfürsten unserer Republik und wollen beraten, wie sie diese und andere Ungereimtheiten ihrer bisherigen Beschlüsse lösen können.

Und wer lesen kann ist klar im Vorteil, denn ich schrieb, dass die gelten Schutzmaßnahmen (Abstand, Maske) auf jedem Stellplatz selbstverständlich zu beachten sind.
Grüße aus dem Illertal
WolfRam
mpetrus
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von mpetrus »

Zum Thema Beherbergungsverbot:
Wer kann sich noch an die Zeit von Mitte März bis Mitte Mai erinnern?
Da waren alle Stell und Campingplätze geschlossen. (CP wurden dann ohne Sani-Bereiche teilweise geöffnet)
Man wollte keine unkontrollierte/nicht erfasste Besucher in den Städten, die sich evtl. nicht an den Hygiene Regeln halten.
Auch die netten "Campergespräche" auf den SP also nicht Einhaltung von Abstände wurde so vermieden.
Heute noch sind an vielen SP oder auch an den Touristen Plätze die öffentlichen Toiletten geschlossen.


Zum Thema Berlin:
Ich habe vollstes Verständnis dafür das die Berliner in ihrer "Insel" bleiben müssen und nicht "reisen" dürfen.
Die Idioten, die sich die ganze Zeit in Berlin nicht an die Vorschriften gehalten und Partys oder andere Sachen gemacht haben, können so die Partys und Treffen nicht in andere Landkreise verbreiten.
Anstatt zu jammern, hätte der Berline Bürgermeister besser vorher was gegen dieses Verhalten tun müssen.
Erst wegschauen und alles laissizfair laufen lassen jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, laut aufschreien.

Meine Tochter arbeitet im Krankenhaus.
Die hat leider ein Kontakt zu einer Patientin gehabt, wo Corona erst spät erkannt wurde.
Privat hat die Tochter 2 Wochen Quarantänepflicht gehabt.
Aber da das Gesundheitswesen Systemrelevant ist, durfte sie arbeiten gehen.
(Mit entsprechender PSA.)
Fragt die mal wie die das gefunden hatte!
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WolfRam
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von WolfRam »

Berlin war ein Beispiel. Für München, Stuttgart, Essen usw. gelten die Ungereimtheit der aktuellen Regelung ebenso. - Wenn sich die Mehrheit vor den "Idioten" und den "Partyfreunden" schützen will und soll, dann gilt es, die "Idioten" durch drastische Strafen am Ausleben ihrer "Freiheit " zu hindern (und deren "Sümpfe" trocken zu legen) - und nicht die (anständige) Mehrheit ein- bzw. auszusperren. Wo leben wir denn?

Bevor hier die Diskussion ums eigentliche Thema zur Gänze ausfranzt, bringe ich (m)einen konkreten Fall – der auch der Anlass war, mich mit dem Beherbergungsverbot zu befassen und meine Meinung in diesem Thread zu posten:

Meine Co-Pilotin hat ein Faible für antike Stätten. Die Kultur der Kelten und Römer und das was die der Nachwelt (in Form von Ruinen und Scherben …) hinterlassen haben, findet dabei ihr besonderes Interesse. So waren wir im Laufe der Zeit in Europa an vielen (schönen) Plätzen abseits der üblichen Touristenziele, die ich wohl sonst kaum gesehen bzw. entdeckt hätte. - Vor wenigen Wochen lasen wir einen Artikel über ein Museum in der Nähe der Moselschleife, in welchem Funde aus der Zeit der Römer ausgestellt sind und nicht weit davon entfernt über eine Stätte, an der die Mosaik-Kunst der Römer zu bestaunen ist. Beides war uns bisher nicht bekannt; der Mosaik-Kunst wegen - aber nicht nur - waren wir bereits bis Sizilien unterwegs. (Jedem sein Hobby.)

Was also liegt jetzt näher, als an eine Fahrt an die Mosel zu denken?
Ist das derzeit möglich? Welche Einschränkungen, welche Risiken? Das waren meine Fragen, die ich wie in meinem ersten Post dargestellt (für mich) beantwortet habe. - Museen gehören nicht zu den ‚Hotspots‘. Seit Corona haben wir kein Restaurant mehr besucht. (Bisher gehörte das zu unserer Gewohnheit, in einem in Stellplatznähe annehmbaren Restaurant essen zu gehen.) Unter Einhaltung der ortsüblichen Vorschriften sehe ich deshalb für ein solches Vorhaben kein höheres Risiko, weder für uns noch durch unser Verhalten für andere. Punkt.
Grüße aus dem Illertal
WolfRam
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Garfield
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von Garfield »

WolfRam hat geschrieben: 12.10.2020, 13:44...
Ist das derzeit möglich? Welche Einschränkungen, welche Risiken?
Meinst du Neumagen-Dhron, Ortsgemeinde in Rheinland-Pfalz? Wann willst du fahren?
DERZEIT (bis Mittwoch?!?) KEIN Beherbergungsverbot in RLP

Aber... Wo kommst du her? Aktuell aus einem Risikogebiet? Dann...
Quarantäneregeln - Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat eine Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten im In- und Ausland beschlossen. Danach sind Personen, die aus einer Risikoregion im Inland nach Rheinland-Pfalz einreisen verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Quelle (rechts oben)
...und dann kannst du noch vieles dort bei der angegebenen Quelle lesen...
Viele Grüße, Peter
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WolfRam
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Re: Innerdeutsches Beherbergungsverbot ?

Beitrag von WolfRam »

Danke Peter, für die freundliche Hilfestellung und Hinweise.
Meine Heimatadresse ist im Illertal, keine Corona-auffällige Gegend.

Das Vorhaben ist aktuell nur eine theor. Überlegung ... und muss warten.
Grüße aus dem Illertal
WolfRam
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