Krankenrücktransport

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PeterDD
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Krankenrücktransport

Beitrag von PeterDD » 01.10.2017, 11:40

Hallo,

bis jetzt habe ich für die Überwinterung in Portugal eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen die auch das Risiko des sinvollen Rücktransports im Krankheitsfall abdeckt. Jetzt ist der Beitrag für die Versicherung ohne Sprung in eine höhere Altersstufe auf knapp das Vierfache gestiegen und hat damit das Niveau der anderen Versicherungen erreicht.

Eigentlich benötige ich nur eine Versicherung für den eventuellen Rücktransport weil eine notwendige medizinische Versorgung schon durch die EHIC abgedeckt ist. Kennt jemand eine solche Versicherung und wenn ja wie ist die Erfahrung damit?

Gruß
Peter

charly
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von charly » 01.10.2017, 16:54

Gibt's da nicht so was beim ADAC :shock: ?
Grüßle aus Hirschlanden!

Charly

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basste315
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von basste315 » 01.10.2017, 19:46

Grüße vom Traunsee -
basste315

PeterDD
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von PeterDD » 04.10.2017, 18:22

Hallo,

die ADAC Plus Mitgliedschaft beinhaltet den Krankenrücktransport, deckt allerdings nur 92 Tage ab. Wir sind aber ca. 180 Tage unterwegs, beide über 75 und konnten voriges Jahr bei der MAWISTA Reiskacare eine Versicherung für 375 € pro Person abschließen. Günstig ist, dass diese Versicherung im Anschluss an eine vorhandene Versicherung abgeschlossen werden kann. Im diesen Jahr aber kostet die Versicherung zu den gleichen Leistungen über den gleichen Zeitraum pro Person über 1300 €. Das ist schon ganz schön heftig, aber andere Versicherungen langen bei uns Alten ebenso zu. Als günstigste Versicherung habe ich die Hanse Merkur gefunden. Allerdings müsste ich da auch ca. 500 € mehr als bisher bezahlen. Ich bin schon am Grübeln,
ob ich nicht auf eine Versicherung verzichten und das Risiko der vollen Kostentragung im Falle eines Falles in Kauf nehmen soll, zumal wie eingangs beschrieben, schon durch den ADAC die ersten 92 Tage versichert sind.

Gruß
Peter

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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von horst-lehner » 04.10.2017, 19:32

92 Tage insgesamt pro Jahr? Oder 92 Tage ab letzter Ausreise aus Deutschland? Und wie weist man dies bei Wohnmobilreisen nach?

Wenn es ab letzter Ausreise ist, könnte man bei den Preisen ja sogar zwischendurch mal heim fliegen und wäre immer noch billiger dran...

Michael Sorgenfrey
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von Michael Sorgenfrey » 04.10.2017, 21:32

Hallo,

die 92 Tage beziehen sich auf jede einzelne Reise und rechnen rückwirkend ab Beginn des Schadenenereignisses. Hier der genaue Wortlaut:
Eine Reise liegt vor, wenn sich die geschützte Person mehr als 50 km (Wegstrecke) vom Wohnsitz entfernt
aufhält – in Europa bis zu 92 Tagen und außerhalb Europas bis zu 45 Tagen (gerechnet zum Zeitpunkt des
Schadensereignisses).
Als Nachweis der Auslandsreise reichen dem ADAC Tankbelege, Kreditkartenabrechnungen oder Kontoauszüge.

Das Risiko der Kosten würde ich niemals auf mich nehmen. Wenn ein Krankenrücktransport mit dem Linienflugzeug erfolgt, werden Sitzreihen für die Medic-Kabine ausgebaut. Des Weiteren verlangen die Fluggesellschaften den Mitflug eines erfahrenen Arztes, damit der Pilot bei nicht lebensbedrohlichen Komplikationen eine außerplanmäßige Landung vermeiden kann. Die Fluggesellschaften stellen innerhalb Europas für einen Flug mit Medic-Kabine im Schnitt ca. 15.000 EUR in Rechnung, die vor dem Abflug bezahlt werden müssen.

Dagegen sind die 500 EUR Mehrkosten echt vernachlässigbar.

Gruß Michael
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von Erik_P » 19.10.2017, 08:14

Das Risiko für den evtl. Rücktransport würde ich persönlich nicht auf mich nehmen. Ob man eine Versicherung zu dem Preis braucht, ist natürlich die Frage aber wenn ich hier lese, dass der Rücktransport 15.000 Euro kosten würde, dann wäre ich schon bereit, den Mehrpreis von einigen hundert Euro zu zahlen.

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Garfield
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von Garfield » 22.10.2017, 19:00

Erik_P hat geschrieben:... Ob man eine Versicherung zu dem Preis braucht, ist natürlich die Frage ...
Wir Deutschen gelten eh als ÜBERVERSICHERT. Und ganz ehrlich: wer hat wie viele Versicherungen? Unfall, Erwerbsminderung, Arbeitsunfähigkeit, Leben, Leben-Kapital, Haftpflicht, Krankentagegeld, Zahnzusatz, 2-Bettzimmer, Chefarzt, Pflegezusatz, Rechtsschutz, Reiserücktritt, Auslandskranken, ADAC oder andere...
Ganz zu schweigen von den gesetzlich vorgeschriebenen: KFZ-Haftpflicht, Kranken, Pflege, ... wer hat da Zusatzversicherungen, z. B. Vollkasko, Glasbruch usw. ?!?

Versicherung ist immer eine Wette, ob was passiert oder nicht. Und jeder ist da etwas anders gestrickt. Die Einen mögen Risiko, die Anderen wünschen Rundum-Sorglos... Dazwischen ist vieles möglich
Viele Grüße, Peter
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
:mrgreen: Ein Reisemobil braucht zwei Jahre, bis es erwachsen ist. Direkt anschließend beginnen nahtlos die Alterskrankheiten. ;-)

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WolfRam
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von WolfRam » 25.10.2017, 09:17

Ganz sicher kann man eine Versicherung als eine Wette verstehen / interpretieren. Dann wären der Wetteinsatz und der mögliche "Gewinn" zu vergleichen.
Meine Frau und ich sind über die ADAC-Mitgliedschaft und über unsere Kreditkarten in Sachen 'Krankenrücktransport' quasi überversichert. Nachdem diese Leistung in dem Versicherungspaket enthalten ist - also von uns nicht explizit bestellt war - haben wir uns jahrzehntelang darüber keine Gedanken gemacht. Im vergangenen Jahr war ich heilfroh über diese "Nebenbei-Absicherung": Schlaganfall nördlich des Polarkreises, aus "heiterem Himmel". Mit dieser Erfahrung kann ich nur dazu raten, die "paar Euronen" zu investieren.
Es waren nicht nur die Kosten für die erforderlichen Ambulanzflüge, die wir damit nicht bezahlen mussten, sondern auch die ganze Organisationsleistung, die eine solche Absicherung beinhaltet. - In Bezug auf das Engagement des ADAC für uns als Reisemobilisten bin ich ein kritisches Mietglied des Clubs, doch die Organisation dieses "Versicherungsfalles" - vor allem die zuverlässige, routinierte Abwicklung - verdienen großes Lob.

Beste Grüße
WolfRam
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von Ludo » 25.10.2017, 10:49

WolfRam hat geschrieben: Schlaganfall nördlich des Polarkreises, aus "heiterem Himmel".
Es gibt aber auch in Norwegen / Schweden hervorragende Ärzte und Kliniken..............

Bisher war ich "privat" noch nie in einer Region mit schlechter ärztlichen Versorgung.
Tschüß

Ludo

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WolfRam
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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von WolfRam » 25.10.2017, 18:24

Hallo Ludo,

das mustergültige Gesundheitssystem in Norwegen haben wir erleben dürfen und sind bis heute davon beeindruckt. Dazu gehörten zwei inländische Ambulanzflüge, die für uns kostenfrei erfolgten, um für die Patientin die erforderliche Erstversorgung sicher zu stellen und danach ein dreiwöchiger Aufenthalt in der Uni-Klinik Tromsö - bevor die Mediziner den Transport in die Heimat "genehmigten". Alles, bevor der ADAC Heimflug organisiert wurde.

Und noch eine besondere Erfahrung durfte ich machen: erst am dritten Tag nach unserem Desaster wurde ich überhaupt nach Pass- und Krankenversicherungdaten gefragt. Zuvor ging es allein um die Patientin - ohne zu wissen wer der Mensch ist und woher und wohin ... Ich war schon immer ein Freund des Nordens, jetzt noch mehr!

Beste Grüße
WolfRam

P.S. der ADAC holt Dich ebenso verlässlich und unkompliziert aus Afrika oder jedem anderen Kontinet heim - wenn dort eine angemessene Erstversorgung nicht sichergestellt ist, auch "sofort". (Was dazu führen kann, dass die anderen gut Erstversorgten etwas warten müssen, wie auch in unserem Fall.)
Grüße aus dem Illertal
WolfRam

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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von Sigi » 28.10.2017, 18:45

Hallo,

ich musste glücklicherweise meine Auslandskrankenversicherung und auch sonstige Schutzbriefleistungen noch nie in Anspruch nehmen.

Vor Antritt unserer Russlandreise, die bis tief in den asiatischen Teil Russlands führte, haben wir aber natürlich die bestehenden Verträge genau geprüft und dabei festgestellt, dass fahrzeugbezogene Leistungen durchweg auf Europa und, bestenfalls, Mittelmeeranrainerländer beschränkt sind. Wir haben eine Versicherung gefunden, die bereit war, den Versicherungsschutz für den benötigten Zeitraum auf Asien auszuweiten.

Bei Auslandskrankenversicherungen sind meist nur Reisen bis zu 42 Tage Dauer abgedeckt. Längere Zeiträume kosten meist ganz erhebliche Aufpreise. Durch Zufall fand ich heraus, dass die Debeka für eine lächerlich geringe Prämie umfassenden Auslandskrankenschutz, einschl. Rückholung, für Reisen bis zu 70 Tage Dauer anbietet.

Gruß
Sigi

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Re: Krankenrücktransport

Beitrag von ML-T 620 » 18.04.2018, 07:21

...da ich in den 90ern viele Ambulanzflüge mit dem ADAC gemacht habe, nie mehr ohne !

Ich war Europaweit unterwegs ( bin aber als "blinder Mitflieger" mitgeflogen) und habe die Fahrzeuge der Betroffenen zurück gebracht.
In dieser Zeit habe ich viel mitbekommen und viele Schicksalsschläge hautnah erlebt.

Die Kosten kommen meist erst hinterher und 15000 bis 20000 (damals D Mark) waren schnell weg.
Meine Meinung: sind alles Erwachsene, die können selbst entscheiden was sie absichern oder auch nicht...
Lebe
Liebe
Lache.....

Nichtelektriker lt. Ludo

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