Preise, wohin geht ihr?

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MilesandMore1805
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von MilesandMore1805 »

horst-lehner hat geschrieben: 23.11.2022, 21:48 So weit wie ein Windrad muss keine andere Industrieanlage von Wohnbebauung (und da reichen drei Häuschen) weg sein -- warum nur?
Moderne Windräder sind höher als der Kölner Dom - warum sollte man sich da beschweren wenn so ein Teil 400m neben dem Haus steht - das waren die alten Abstandsregeln.

Warum stehen die oft so nahe an Ortschaften?
Weil da mehr Wind weht?
Oder weil da schlicht kürzere Leitungswege möglich sind - und - mehr Profit?
Aber die Gierigen sind die Anderen - nicht die Erneuerbaren - Gott bewahre.
Deswegen darf man bei denen auch nicht die derzeit anfallenden massiven Übergewinne abschöpfen.
Bei den bösen Energien sofort - bei den guten Energien nicht.

Wo verglich ich denn Atommüll mit Windrad - ich schrieb lediglich das auch hier die Entsorgung UND das Recycling nicht eingepreist ist.

Denn was nicht existiert kann nicht kalkuliert werden.

Die modernen Flügel sind carbonfaserverstärkt guckst du hier.

https://www.wattenrat.de/2021/07/16/fie ... ftanlagen/

https://www.sglcarbon.com/loesungen/markt/windenergie/

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/te ... g-101.html

Nichts gegen Windkraft und Solar

Was mich ganz ehrlich stört ist das - jede Kritik - jedes Problem weggeredet wird - Augen zu und durch.

Hatten wir das nicht gerade und wollten es anders machen.
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horst-lehner
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von horst-lehner »

Alf hat schon recht, manchmal fällt es schwer angesichts der Fake-News ruhig zu bleiben.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Moderne Windräder sind höher als der Kölner Dom - warum sollte man sich da beschweren wenn so ein Teil 400m neben dem Haus steht - das waren die alten Abstandsregeln.
Du findest es also normal, dass ein Windrad 2km Abstand zum Wohnhaus haben muss, ein Bergwerk aber nur 300m und eine Autobahn 20m? Dass man weiterhin legal ganze Dörfer enteignen darf, um den klimaschädlichsten Energieträger abzubauen den es gibt: Braunkohle? Ich finde das nicht normal, sondern das Ergebnis erfolgreicher Lobbyarbeit der Großunternehmen, die mit CO2-Schleudern seit Jahrzehnten Geld auf Kosten der Allgemeinheit verdienen -- die Kosten des Klimawandels werden natürlich NICHT diese Unternehmen tragen.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Warum stehen die oft so nahe an Ortschaften?
Weil es in Deutschland nur wenige Prozent der Landesfläche gibt, die mehr als 2km von der nächsten Wohnbebauung entfernt sind.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Deswegen darf man bei denen auch nicht die derzeit anfallenden massiven Übergewinne abschöpfen.
Das dürfte man wegen mir durchaus. Nur ist es natürlich ein Märchen, dass die Übergewinne bei den Betreibern von Windparks oder Solaranlagen anfallen. Die kriegen in der Regel eine Festvergütung. Den Reibach machen die Netzbetreiber, die den Solarstrom als Spitzenlaststrom zu Gaskraftwerkspreisen weiter verkaufen können.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Wo verglich ich denn Atommüll mit Windrad - ich schrieb lediglich das auch hier die Entsorgung UND das Recycling nicht eingepreist ist.

Denn was nicht existiert kann nicht kalkuliert werden.
Selbst wenn Deine Aussage nicht als Vergleich zwischen Atommüll und anderen Entsorgungsproblemen gemeint war, ist sie immer noch falsch. Trotzdem wiederholst Du sie ungerührt und versuchst eine völlig untaugliche Begründung.

Ständig kalkuliert man in Unternehmen zukünftige Kosten. Und natürlich gibt es dafür Erfahrungswerte. Viele Windkraftanlagen der ersten Generationen sind längst entsorgt und durch neuere ersetzt. Und was der Abriss eines Betonfundaments ungefähr kostet, ist auch bekannt. Natürlich ist es möglich, dass sich die Betreiberfirmen verkalkulieren, weil sich nicht alles auf 20 Jahre im Voraus präzise kalkulieren lässt. Dann gibt es weniger Geld für die Anleger in solchen Firmen.

Das ist bei der Atomkraft ganz anders. Da haben sich die Betreiber längst aus der Verantwortung gestohlen. Ihre Entsorgungsrücklagen haben sie dem Staat gegeben. Die wahrscheinlichen Mehrkosten zahlen dann wir alle. Nicht etwa die Firmen, die jahrzehntelang den Gewinn eingefahren haben.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Die modernen Flügel sind carbonfaserverstärkt guckst du hier.
OK, das war bei der vorigen Generation von Windkraftanlagen noch nicht so. Dass bei einem Brand potentiell giftige und krebserregende Stoffe frei werden, ist allerdings auch jeseits von Kohlefasern der Fall. Wenn man damit wirklich ein Problem hätte, müsste ein selbst in Wohnungen allgegenwärtiges Material längst verboten sein: PVC, ausgeschrieben Polyvinylchlorid. Bei einem Brand entsteht daraus Dioxin, einer der giftigsten und krebserregensten Stoffe die es gibt. Und das nicht hunderte Meter von der Wohnbebauung entfernt, sondern mitten in der Wohnung.

Wir werden kein Leben frei von technischen Risiken führen können, wenn wir nicht ins vorindustrielle Zeitalter zurück wollen. Die Frage ist, welche Risiken vertretbar sind. Da die Klimaerhitzung kein Risiko mehr ist, sondern Fakt, müssen wir aus fossilen Energieträgern aussteigen. Ich sehe keine Alternative zu Sonne und Wind, die rIsikoärmer wäre. Also müssen wir das wohl machen. Leider ist es üblich geworden, alles mögliche nicht zu wollen, ohne dass man sagt, was man denn stattdessen will ...
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Nichts gegen Windkraft und Solar

Was mich ganz ehrlich stört ist das - jede Kritik - jedes Problem weggeredet wird - Augen zu und durch.
Was mich ganz ehrlich stört, ist, dass die Gefahren fossiler Energien weitgehend ignoriert werden, während die vergleichsweise harmlosen Auswirkungen bei Windkraftanlagen absurd übertrieben werden. Am ganz normalen Betrieb von Kohlekraftwerken sterben mehr Menschen und Vögel, als das bei Windkraftanlagen unter ungünstigsten Umständen je passieren kann. Hat das je irgendwen interessiert? Natürlich nicht, ist ja normal. Jetzt kommen ein paar Villenbesitzer auf dem flachen Land, die doch extra da hin gezogen sind, weil es da so schön ruhig ist und man ja problemlos mit seinem SUV in die nächste Stadt fahren kann und regen sich über den Lärm von Windkraftanlagen in 400m Entfernung auf. Der Lärm, den sie täglich den Anwohnern größerer Straßen in den Städten und Dörfern zumuten, durch die sie sinnlos mit ihrem SUV fahren interessiert solche Arschlöscher natürlich nicht. Und auf derartigem Egoismus sollen wir die zukünftige Energiepolitik aufbauen? Nö, finde ich nicht.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Hatten wir das nicht gerade und wollten es anders machen.
Wir machen es gerade anders -- nicht perfekt, aber besser als früher. Nur sind manche mit den Änderungen überfordert. Darauf könnten wir mehr Rücksicht nehmen, wenn die Klimaerhitzung nicht schon so weit fortgeschritten wäre. So wie die Dinge liegen, wäre es Aufgabe von Politik, viel schneller voranzuschreiten und Betroffene so gut es geht zu Beteiligten zu machen. Leider passiert beides nicht ...
Zuletzt geändert von horst-lehner am 25.11.2022, 20:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Johann
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von Johann »

MilesandMore1805 hat geschrieben: 23.11.2022, 22:25 Was mich ganz ehrlich stört ist das - jede Kritik - jedes Problem weggeredet wird - Augen zu und durch.
Hatten wir das nicht gerade und wollten es anders machen.
Was genau unternimmst Du dagegen? Wo engagierst Du Dich politisch? Mit der Faust in der Tasche oder mit Stammtischreden erreichst Du gar nichts. Es gilt der bekannte Spruch: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer gar nicht kämpft, hat schon verloren!" ... Gemäß Grundgesetz geht die Macht (nicht Gewalt!!!) vom Volke aus. :idea: Dessen müssen wir uns bewusst sein, und unsere (politische) Macht an geeigneter Stelle artikulieren und verteidigen.
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Garfield
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von Garfield »

ich habe euch mal ins Café verschoben...
Viele Grüße, Peter
:mrgreen: Ein Reisemobil braucht zwei Jahre, bis es erwachsen ist. Direkt anschließend beginnen nahtlos die Alterskrankheiten. ;-)

NEU: Bild Schon mal im Solargenerator-Forum vorbei geschaut?
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KudlWackerl
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von KudlWackerl »

Speziell für Bernd und Andere welche behaupten die Kosten des Atomstroms wären niedrig:

"Nach deutschem Haftungsrecht haften Atomkraftwerk-Betreiber oder Kernkraftwerk-Betreiber (somit nicht die Hersteller) unabhängig von etwaigem Verschulden nach der sogenannten Gefährdungshaftung in unbegrenzter Höhe und somit mit dem gesamten Vermögen (§ 31 Abs.1 AtG). Die Versicherungssumme für Atomkraftwerke und Kernkraftwerke beträgt jedoch “nur” 256 Mio EUR je Atomreaktor. "

Aus http://vdmf.de/versicherungen-und-finan ... /atompool/

Einfach mal lesen und dann lange genug darüber nachdenken und überlegen, wer das nicht unerhebliche Betriebsrisiko trägt.

Grüße, Alf

P. S. Die "Betreiber" eines Kraftwerks sind eigenständige GmbH (Kapitaldecke 50.000 €) als Töchter dadurch nicht haftender Großkonzerne.
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von mpetrus »

KudlWackerl hat geschrieben: 23.11.2022, 20:50
Michael, du schreibst "Aber die Entsorgung für die alten Windkraftwerke ist ebenfalls nicht eingepreist."
@Alf,
mir ist der Name vom "MilesandMore" nicht bekannt.
Von da her vermute ich das du da etwas verwechselt hast.

Was die Verschrottung bzw. Rückbau eines AKS kostet kann man aktuell in Biblis sehen.
Das kostet bestimmt 3,85€ mehr als ein Windrad. Auch sind evtl. Preissteigerungen oder zukünftige Gesetzesänderungen beim Windrad 115,89% genauer kalkulierbar als bei einem AKW.

Über die Energie/Preise brauchen wir uns doch keine Sorgen zu machen.
Das russische Gas und Öl hat doch über Umwege wieder den Weg nach Europa gefunden.
Also die kurze Phase der "Versorgungs Verwirrung" wurde geglättet und andere Transportwege geschaffen.
Wird zwar jetzt teurer aber bleibt stabil.
Wenn die Welt wirklich auf russische Energie verzichten könnte, dann stimmt etwas im Welthandel nicht.
DIe Länder die mit russischer Energie kein Problem haben werden nun stärker versorgt. Damit haben andere Versorgungsunternehmen Kapazitäten frei die nach Europa geschafft werden. Oder russische Energie wird z. B. in die Türkei verfrachtet bekommt dort ein anderes Etikett und kommt so nach Europa.

Zu der Abhängigkeit von China sag ich nur:
Wir haben nach dem Krieg erst den "Ostblock" (DDR, Polen usw.) als Werkbank genutzt und sind dann nach und nach ins billige China gegangen mit der Arroganz oder Glauben das die nie unsere Technik oder Entwicklung gefährden können.
Aber wir wurden schon früh eines besseren belehrt und haben es aus der gleichen Arroganz/Irrglauben ignoriert.

Europa könnte sehr wohl auf China verzichten und selbst produzieren.
Auch könnten wir anstatt unseren Müll nach Asien zu verfrachten lieber anfangen diesen zu recycelt.
Das macht unabhängiger vom Lieferanten, hat kürzere Transportwege, wir brauchen weniger knappe/teure Rohstoffe schonen somit Umwelt und Klima. Ganz abgesehen von den Arbeitsplätze die erzeugt werden.
Früher sagte man. "Not macht erfinderisch" aber dazu geht es uns Europäer und besonders den Deutschen noch zu gut.
Grüße Michael
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von Johann »

mpetrus hat geschrieben: 24.11.2022, 11:14 mir ist der Name vom "MilesandMore" nicht bekannt.
Er hat sich als MilesandMore1805 im HME-Forum angemeldet. Häufig schließt er seine Beiträge mit "Beste Gruesse Bernd". Daraus schließe ich messerscharf, dass er Bernd heißt.
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von MilesandMore1805 »

horst-lehner hat geschrieben: 23.11.2022, 23:21
Horst,
Leider muß ich sagen daß deine Antworten das Muster der letzten Generation widerspiegeln.

Wenn ich dir Fakten nenne - sind es Fake News - weil du meinst du weißt es besser.
Der Begriff FAKE im Englischen bezeichnet etwas das erfunden ist - daß was ich schrieb ist nicht erfunden.
Es sind andere Daten die du benutzt aber sie sind nicht ausgedacht - sie existieren.

Wenn dir was nicht passt wird, der Abstand von Windrädern, wird diffamiert - Villenbesitzer sind die einzigen die sich beschweren - unterschwellig gleich das populäre "Reichenbashing" mit inkludiert.

Dann werden Beispiele von Sünden der Vergangenheit, Kohlegruben und Autobahnen herangezogen die 20m vor dem Haus verlaufen als Rechtfertigung für Windradabstände.
Vielleicht war das so vor 40 Jahren - heute bekommst du weder eine Kohlegrube noch eine Autobahn so genehmigt.

Deine Antwort bestätigt exakt daß was ich bemängele - erneuerbare Energien sind per se gut - Kritik daran wird weggebügelt.

Windräder sind nicht so harmlos wie du es schreibst.

Nicht nur Vögel kommen um, ca. 100.000 im Jahr, auch jede Menge Fledermäuse deswegen haben viele Windräder sogar Ultraschallsensoren welche diese abschalten.
https://www.fleximaus.de/loesungen/fled ... schaltung/

Tonnen von Insekten werden ebenfalls gekillt - deswegen sind dort bevorzugt Fledermäuse.

Im Windschatten der Räder entsteht ein komplett anderes trockenes Mikroklima, aufgrund der Durchwirbelung der Luft welches sonst so nicht stattfindet und noch mehrere km nach Windrädern ist die Luftströmung eine andere als ohne.

Und wenn ich durch Deutschland fahre dann gibt es noch jede Menge Fläche die mehr als 400m von Häusern weg ist für Windräder.

Aber wie ich schrieb - die Kosten für den Anschluß ans Netz sind dann deutlich höher und es ist schwieriger wenn man diese Leitungen durch Grundstücke legen will die nicht mit verpachtet sind.

Der Verband der Windkraftindustrie selbst hat protestiert diese Übergewinne abzuschöpfen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html

Bitte nicht falsch verstehen - Windräder sind in Ordnung und sollen genutzt werden.

Nur BITTE nicht alles ignorieren, kleinreden, was an Problemen damit verbunden ist.

Genau diese Geisteshaltung hat uns dahin gebracht wo wir heute sind - in einer Sackgasse.

Beste Gruesse Bernd
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von Johann »

MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Dann werden Beispiele von Sünden der Vergangenheit, Kohlegruben und Autobahnen herangezogen die 20m vor dem Haus verlaufen als Rechtfertigung für Windradabstände. Vielleicht war das so vor 40 Jahren - heute bekommst du weder eine Kohlegrube noch eine Autobahn so genehmigt.
Erstes Windrad "Growian" - ein sehr lautes Ungetüm - war Ende der 70er Jahre beschlossen und ging 1983 in Betrieb.
Autobahn A5: Der Abschnitt Darmstadt-Heidelberg (-> Main-Neckar-Schnellweg) wurde 1967-70 gebaut. In Ladenburg führt sie direkt an (noch älteren) Wohnhäusern vorbei, nur eine einfache Lärmschutzwand soll den Lärm dämmen.
Grüße aus Ladenburg als der ältesten Stadt rechts des Rheins,
Johann
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von KudlWackerl »

MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14

...

Genau diese Geisteshaltung hat uns dahin gebracht wo wir heute sind - in einer Sackgasse.

Beste Gruesse Bernd
In einer Sackgasse sollte man den Rückwärtsgang benutzen.

Grüße, Alf
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von louisx76 »

Wie kommt ihr eigentlich auf 400m zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten?

Um übrigens nur mal ein Beispiel zu nennen, das eine Autobahn keine 100m von Wohngebieten in den letzten Jahren genehmigt und gebaut wurde. Die verlegte A4 Strecke zwischen Düren und Kerpen. Führt keine 100m Luftlinie an Kerpen-Buir vorbei. Das Teilstück wurde 2014 für den Verkehr freigegeben.
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von horst-lehner »

MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Wenn ich dir Fakten nenne - sind es Fake News - weil du meinst du weißt es besser.
Du hast wiederholt Dinge behauptet, die nachweislich falsch sind. Und ja, die weiß ich besser. Ich bin an mehreren Windparks beteiligt und bei ALLEN ist der Rückbau Teil der Kalkulation. Trotzdem behauptest Du hier wiederholt das Gegenteil.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Und wenn ich durch Deutschland fahre dann gibt es noch jede Menge Fläche die mehr als 400m von Häusern weg ist für Windräder.
Ich nehme an, diese Flächen haben dann auch tolle Windgutachten, die Du studiert hast, um diese Flächen im Vorbeifahren als geeignet anzusehen?

Abgesehen davon, 400 m Abstand von Windrädern zu Wohnbebauung war mal -- bis die Energiekonzerne und andere Interessengruppen 900m bis 2000m (je nach Bundesland) durchgesetzt haben. Der Erfolg: Zubau von Windkraft seither drastisch gesunken. Bis 2017 jährlich über 1500 Stück pro Jahr, seit 2019 dümpeln wir bei unter 500 Stück pro Jahr rum. Genau das war das Ziel.

Kohlekraftwerke dürfen in 700m Entfernung, Mülldeponien in 500m Entfernung und Bergwerke (mit Sprengungen!) in 300m Entfernung zu Wohnbebauung liegen. In Berlin wird gerade eine Stadtautobahn gebaut, für die ganze Häuserblocks abgerissen werden müssen. Die verbleibende Wohnbebauung wird weniger als 50m Abstand zur Stadtautobahn haben. So viel zum Thema
MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Sünden der Vergangenheit
Das einzig denkbare Fazit: Es gibt eine systematische Verhinderung der Energiewende in diesem Land. Da man die offen aus Imagegründen nicht betreiben kann, werden im Namen so genannten Umweltschutzes Forderungen aufgestellt, die für keine andere Art von Industrieanlage oder Baumaßnahme gelten. Natürlich nicht nur so klischeehaft, wie in meinem Beispiel, aber auch so. Das Beispiel ist nicht erfunden, sondern einer Fernsehsendung entnommen, in der sich auf dem Land Lebende genau so geäußert haben. Den Leuten, die solches sagen (und den meisten anderen auch), ist die Klimaerhitzung offenbar scheißegal, wenn auch nicht allen aus den gleichen Gründen. Die einen glauben vielleicht nicht daran, dass sie überhaupt stattfindet, weil sie wissenschaftliche Erkenntnis nicht ernst nehmen. Die nächsten denken, dass sie nicht betroffen sein werden, weil sie nicht an der Küste und in keinem Flusstal wohnen. Aber selbst wenn die Klimaerhitzung nicht alle von uns direkt betrifft, wird es weltweit niemanden geben, der von der zu erwartenden gigantischen Völkerwanderung nicht massiv betroffen sein wird.

Wenn jemand eine bessere Idee als Wind und Sonne hat, immer her damit. Ich sehe aber bisher von denen, die gegen Windkraftwerke sind keine besseren Vorschläge, sondern nur Verhinderungsrhetorik ohne allzu viel ernst zu nehmenden Sachgehalt.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Windräder sind nicht so harmlos wie du es schreibst.
Ich schreibe nicht, dass Windräder harmlos sind. Ich schreibe, dass sie das sehr deutlich kleinere Übel sind. Dreh mir also bitte nicht das Wort im Mund rum.

Durch den ganz normalen Betrieb von Kohlekraftwerken sterben jedes Jahr Tausende Menschen und wahrscheinlich noch viel mehr Tiere. Wer hat deshalb schon mal eins abgeschaltet? Genau: Niemand. Bei Windkraftwerken macht man das. Damit ist zwar nicht unbedingt alles gut, aber auf jeden Fall viel besser als bei Atom und Kohle. Es wird also nicht die Kritik an Windkraftwerken weggebügelt, sondern in erster Linie die viel berechtigtere und gravierendere Kritik an der Nutzung fossiler Energieträger. Diese -- und nicht Windenergie -- ist der ganz normale Wahnsinn, an den wir uns gewöhnt haben und deshalb die Gefahren weitgehend ignorieren. Die Nutzung fossiler Energieträger ist die Sackgasse, nicht die von Wind und Sonne.
MilesandMore1805 hat geschrieben: 24.11.2022, 18:14 Der Verband der Windkraftindustrie selbst hat protestiert diese Übergewinne abzuschöpfen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... e-101.html
Ich lese in dem Artikel das genaue Gegenteil Deiner Behauptung:
Die Ökostrom-Anbieter haben an die Politik appelliert, die geplante Abschöpfung hoher Gewinne nur als kurzfristige Maßnahme im Kampf gegen die akute Energiepreis-Inflation anzuwenden. ... Mittel- bis langfristig müsse man aber sicherstellen, dass die Erzeugung aus alternativen Quellen in Deutschland stärker vorankomme und nicht durch dauerhafte Eingriffe wieder zusätzlich belastet werde.
Da Deine Aufmerksamkeitsspanne offenbar nur für den (schlecht formulierten) Untertitel gereicht hat, noch mal kurz zusammengefasst: Abschöpfung von Übergewinnen OK, dauerhafte Belastung nicht OK. Ist doch auch logisch: Wenn wir die Energiewende zügig voran bringen und nicht nur staatlich finanzieren wollen, dann muss sich der Ökostrom für private Investoren mehr lohnen, als andere Investitionen.

Alles das sind aktuelle Fakten, die Du nicht wahrhaben willst. Aber wahrscheinlich ist es egal, wie oft ich wie viele Deiner Faktenbehauptungen widerlege, Deinen Glauben daran kann ich Dir nicht nehmen ...
Zuletzt geändert von horst-lehner am 25.11.2022, 20:30, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von KudlWackerl »

Schade, dass Bernd keine Zeit für das Basteltreffen hatte. Das wären gute Gespräche bei Mohre Jule geworden.
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von MilesandMore1805 »

Mal ein Link zum Harvard Business Review ein, wer des Englischen mächtig ist der kann sich da eine amerikanische Meinung holen zur Recycling bei Erneuerbaren.

https://hbr.org/2021/06/the-dark-side-of-solar-power

Kann natürlich sein daß das bei uns ganz anders ist und wir das alles im Griff haben und bereits fleissig recyceln und die Amerikaner wie immer als LowTech Land hinterher hinken. (Ironie)

As a result, solar’s production boom has left its recycling infrastructure in the dust.
To give you some indication, First Solar is the sole U.S. panel manufacturer we know of with an up-and-running recycling initiative, which only applies to the company’s own products at a global capacity of two million panels per year.
With the current capacity, it costs an estimated $20–$30 to recycle one panel.

The same problem is looming for other renewable-energy technologies.
For example, barring a major increase in processing capability, experts expect that more than 720,000 tons worth of gargantuan wind-turbine blades will end up in U.S. landfills over the next 20 years.

In den USA sind die Medien noch nicht komplett auf grün getrimmt und es gibt durchaus noch kritische Betrachtungen.

Beste Gruesse Bernd
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Re: Preise, wohin geht ihr?

Beitrag von MilesandMore1805 »

Lieber Horst,
Wer hier gläubig ist das wage ich nicht zu entscheiden.

Ich halte nichts von dem verlinkten Tagesschaulink - als Biologe der im Medizinbereich arbeitet kenne ich Publikationen und wie sie entstehen und zu dieser ich nur mit dem Kopf schütteln.

10.000 werden HOCHGERECHNET - VORZEITIG versterben.
120.000 werden nach dem selben Schema in der EU vorzeitig versterben - hochgerechnet.

Wenn du die entsprechende komplette Studie findest, gerne auch in Englisch schick sie mir bitte und wir setzen uns zusammen und analysieren mal wie schlüßig diese Aussage tatsächlich ist und wie wahrscheinlich der Wahrheitsgehalt ist der Schlagzeile.

Seit Jahren wird auf Teufel komm raus publiziert auf Basis von Hochrechnungen, ob Klima, Gesundheit, Meeresspiegel.

In den Nachrichten vor einigen Jahren eine Studie vom UBA -Verschwendung an Lebensmitteln in Deutschland
Das UBA hat keine solche Studie wurde mir gesagt per email hat mir aber freundlicherweise die Studie des Instituts geschickt welche sie erstellt hat.

Ich hab sie gelesen.

3kg pro Jahr wurden tatsächlich gemessen - der Rest - wurde hochgerechnet - weil wie man offen zugab in der Studie man keine Daten hat - aber - auch das steht ganz offen drin - kann ja nicht alles sein - alles rechnet man sich die Dinge so wie man sie gerne hätte.

Und heraus kamen die 20fache wenn ich richtig erinnere waren es damals 65kg pro Person und Jahr die durch die Medien getrieben wurden.

So wird heute Wissenschaft betrieben.
Wenn ich vor 30 Jahren so publizieren wollte wäre ich abgelehnt worden.

Wer in diesem Wissenschaftsbetrieb nicht unterwegs ist - ich bin es bis COVID gewesen - dem erschließt sich vermutlich nicht wie Publikationen und Peer Review heutzutage funktionieren und vor allem DEREN FINANZIERUNG.

Auch wenn ich mich wiederhole - als Biologe liegt mir die Umwelt am Herzen - und als Wissenschaftler sind Schlagzeilen für mich keine Wissenschaft - und Studien die lese ich gerne selbst und bilde mir eine Meinung.

Beste Gruesse Bernd
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